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09.07.2020/11 Uhr

Neueröffnung/Pressegespräch
Hanf - der etwas andere Bioladen
Landshut/Theaterstraße 61


??.11.2020

23. Senioren-Schach-Open
AktiVitalhotel Bad Griesbach






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+++ „Einladung zum Pressegespräch: Neue Anlaufstation für Hanffreunde in Landshut +++

„Hanf – der etwas andere Bioladen“ eröffnet bayernweit achtes Geschäft in der Landshuter Theaterstraße 61/500 Produkte aus dem gesunden Rohstoff Hanf/ Pressegespräch zur Neueröffnung am Donnerstag, 9. Juli 2020, um 11 Uhr

LANDSHUT/MÜNCHEN (05.07.20) – Alles rund um legalen Hanf: Landshuter Freunde des vielseitigen Rohstoffs sparen sich in Zukunft den Weg in die Landeshauptstadt München. „Hanf, der etwas andere Bioladen“ eröffnet am Donnerstag, 9. Juli 2020, um 11 Uhr offiziell die bayernweit achte Filiale in der niederbayerischen Bezirkshauptstadt. Rund 500 Produkte auf Basis der grünen Pflanze gibt es in der 80 qm-großen Filiale in der Theaterstraße 61 (vormals TUI). Zudem ist der Hanfladen in der Landshuter Fußgängerzone als Anlaufstation für Patienten gedacht, die sich über die Auswirkungen des Cannabis als Medizin-Gesetz austauschen wollen. Um Anmeldung zum Pressegespräch am 09.07.20 um 11 Uhr in Landshut wird gebeten!



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Das neue Landshuter Einzelhandelsgeschäft basiert auf dem erfolgreichen Konzept des Cannabis Start-up-Unternehmens DCI Cannabis-Institut GmbH (München). Der Hanf-Legalisierungsaktivist und Vorsitzende des Cannabis Verbandes Bayern (CVB), Wenzel Vaclav Cerveny (59), hat das Unternehmen 2016 gegründet. Inzwischen gibt es bayernweit sieben Geschäfte (München 2x, Augsburg 2x, Ingolstadt, Rosenheim, Baldham) und ein weiteres Geschäft in Esch-sur-Alzette (Luxembourg).

Von Hanfsamen bis zu CBD-Öl
Rund 500 Produkte aus dem vielseitigen natürlichen Rohstoff gibt es ab dem 9. Juli 2020 im neuen Landshuter Hanfladen: Kulinarische Zutaten wie Nudeln, Käse, Mehl oder Pesto oder Kaffee dazu Hanfsamen, Hanfproteine, Hanftee und Öle. „Vom Hanffeld in den Laden“, lautet das Credo: Viele Produkte kommen aus eigener Herstellung, dazu gehören unter anderem die Cannabidiol-(CBD)-Öle in der Vollspektrum-Extraktion mit 3,2 Prozent als Freilandprodukt sowie 10 Prozent und 15 Prozent Anteil an CBD aus dem Gewächshaus. Für Tierfreunde gibt es Hanföl und Trockennahrung, die Hunde, Katzen oder Pferden schmecken und gut tun. Zum Sortiment gehören auch Textilien aus Hanf von Hemden bis zur Unterwäsche. Kosmetik von Gesichtscreme bis Badesalz, sowie CBD-Liquid für E-Zigaretten, Souvenirs und Schmuck runden das Sortiment ab. Der Landshuter Laden hat von Montag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr und samstags von 11 bis 16 Uhr geöffnet.



Gerne laden wir MedienvertreterInnen zum Pressegespräch anlässlich der Eröffnung des neuen Hanfladens ein

am Donnerstag, 9. Juli 2020, um 11.00 Uhr
im „Hanf der etwas andere Bioladen“
Theaterstraße 61
D-84028 Landshut
Tel. 0178/90 67 294

Als Ansprechpartner stehen zur Verfügung:

- Wenzel Vaclav Cerveny (59), Geschäftsführer der DCI Cannabis-Institut GmbH und Gründer von „Hanf – der etwas andere Bioladen“

- Jiri Cerveny (55), Geschäftsführer der CWE Trading UG und Verantwortlicher der Ingolstädter und Landshuter Filialen von „Hanf – der etwas andere Bioladen“

Über die DCI Cannabis Institut GmbH DCI-Gründer und Geschäftsführer Wenzel Vaclav Cerveny (59) hat sich seit Anfang 2014 einen Namen in der deutschen Legalisierungsbewegung gemacht. Unter dem Dach der im Dezember 2016 gegründeten DCI Cannabis Institut GmbH hat er seine Aktivitäten gebündelt. Er war Veranstalter der zwei Münchner Cannabis XXL-Messen 2015 und 2017. Seit Mai 2017 läuft der Einzelhandel „Hanf der etwas andere Bioladen“ in der Münchner Einsteinstraße 163. Online sind die Produkte unter https://hanf-bioladen.de zu bestellen. Die DCI Cannabis Institut GmbH mit bisher sieben Einzelhandelsgeschäften in Bayern (Umsatz 2019: 3 Mio. CAD/2 Mio. Euro/18 Mitarbeiter) gehört zum nicht-börsennotierten kanadischen Unternehmen CWE European Holding Inc. (Toronto). Ziel ist der Aufbau des größten Hanf- und CBD-Einzelhandels in Zentraleuropa. Langfristig wird der Börsengang in Canada angestrebt.

Um Anmeldung zum Pressegespräch am 09.07.20 um 11 Uhr in Landshut wird gebeten!

Pressefach der DCI Cannabis-Institut GmbH







+++ Immer mehr Hanf blüht auf bayerischen Feldern +++


Rottaler baut das besondere Kraut auf einem halben Hektar an/Anbaufläche im Freistaat hat sich innerhalb eines Jahres auf 359 Hektar verdoppelt
KÖSSLARN (24.06.2020/jk) – Auf bayerischen Feldern blüht immer mehr Nutzhanf: Die Anbaufläche des besonderen grünen Krautes hat sich nach Angaben des Bayerischen Bauernverbandes im vergangenen Jahr um 181 Hektar auf 359 Hektar verdoppelt (2018: 178 ha).

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Auf einem halben Hektar baut Kräuterbauer Paul Joseph Stoiber (62) aus dem niederbayerischen Kößlarn (Lkr. Passau) die über 2.500 Jahre alte Kulturpflanze im Rottal an. Derzeit begutachtet er das Wachstum der zwischen 40 und 160 cm hohen Pflanzen an einem Südhang eines Rottaler Höhenzugs. „Ich bin sehr zufrieden“, sagt der gelernte Gärtner und Florist. „Hanf wächst sehr schnell und ist sehr widerstandsfähig“, so seine über zehnjährige Erfahrung. Er verwendet die Blätter der Hanfpflanze für seine Kräuterpestos und sein Salatöl „Canabiss-Salatino“. (https://www.der-kraeuterbauer.de/). Stoiber verzichtet darauf, die Pflanze zu dreschen oder den Samen zu verwenden. „Der Rest der Pflanze ist für die Vögel“, sagt er.

Stoiber hat Mitte April die EU-zertifizierte Hanf-Sorte USO 31 ausgesät. Sie wurde 1997 in den Niederlanden in die Sortenliste für den europäischen Markt eingetragen. Stoiber sieht besonders die Kältewiderstandsfähigkeit als besonderen Nutzen an. Die zuverlässige und frühe Reife erlaube wegen der Wuchshöhe bis zu vier Meter und einer guten Stängelstabilität einen guten Ertrag. Seit zehn Jahren gewinnt Stoiber mehr oder weniger intensiv seinen Hanf-Rohstoff. Außerdem ist der Gehalt an berauschendem Tetrahydrocannabinol (THC) immer unter 0,2 Prozent. Bis 1995 war der Anbau komplett verboten. Seither darf Nutzhanf unter strengen Auflagen angebaut werden. Obwohl kein berauschendes Cannabis gerntet werden kann, muss der Anbau beim Bundesamt für Ernährung angezeigt werden.

Bildtext: Im Rottal wächst ein besonderes Kraut: Kräuterbauer Paul Joseph Stoiber (62) aus dem niederbayerischen Kößlarn (Lkr. Passau) baut Nutzhanf als Basis seiner Pestos an. (Foto: Josef König)

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+++ Stein des Anstosses „neutralisieren“? +++


Eine politisch heikle Immobilie: Das Geburtshaus von Adolf Hitler (1889 – 1945) in der oberösterreichischen Grenzstadt Braunau am Inn soll zur Polizeistation umgewandelt werden
BRAUNAU am Inn (20.06.20209/jk) – Diktator Adolf Hitler ist hier geboren und hat als Kleinkind hier gelebt: 75 Jahre nach seinem Selbstmord in der Berliner Reichskanzlei diskutieren die Bürger in seiner Geburtsstadt Braunau über das „Hitlerhaus“. Das heruntergekommene Gebäude in der oberösterreichischen Grenzstadt am Inn soll jetzt in eine Bundespolizeistation umgewandelt werden. Jegliche Erinnerung soll nach den Plänen der Politik „neutralisiert“ werden, also eliminiert werden.

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Schon immer hatte das Haus in der Salzburger Vorstadt 15 für Besucher eine besondere Anziehung. Mit Gästen unterwegs kam man nicht umhin, hinter vorgehaltener Hand auf das Objekt hinzuweisen. Es bestand und besteht immer noch eine schaurige Vorstellung, dass einer der größten Massenmörder der Geschichte hier geboren wurde, der brüllende Mann mit dem Bärtchen in der Wiege lag. Nicht zuletzt fanden am seinem Geburtstag Leute mit rechter Gesinnung den Weg nach Braunau, auch Doppelgänger wurden gesichtet.

Adolf Hitler wurde am 20. April 1889 in der oberösterreichischen Provinz am Inn geboren, sogar das Geburtszimmer soll es noch geben. Er lebte nur drei Jahre in Braunau. Mit der Beförderung seines Vaters, von Beruf Zöllner, zog die Familie 1892 nach Passau, von dort 1895 ins oberösterreichische Lambach. 1938 hat der Hitler-Vertraute Martin Bormann das Haus erstanden. Später ging es wieder an die früheren Eigentümer zurück.

Nach langem juristischem Hin und Her mit der Besitzerin hat die Republik Österreich das Hitlerhaus schließlich enteignet. Das Haus soll nach den Plänen des Vorarlberger Architekturbüros Marte.Marte, das als Sieger aus dem Architekturwettbewerb hervorgegangen war, in eine Polizeistation umgewandelt werden.

NS-Umtriebe unterbinden „Das Siegerprojekt sieht die Rückführung des Gebäudes auf die historische Fassade mit zwei Giebeln vor“, beschreibt Braunaus Bürgermeister Mag. Johannes Waidbacher (ÖVP) das Projekt. Diese Maßnahme sei von Vertretern des Denkmalschutzes bzw. vom Stadtverein Braunau stets angeregt worden. Es diene der „Neutralisierung des Objekts“ und sei von der Jury als zielführend erachtet worden. Nach der eingehaltenen Empfehlung einer interdisziplinären Kommission sollte sich das Objekt nach der architektonischen Umgestaltung künftig in das historische Ensemble der Salzburger Vorstadt eingliedern. Mit der Enteignung, so betont der Braunauer Bürgermeister, sei sichergestellt, dass „jegliche Form nationalsozialistischer Umtriebe“ unterbunden werde.

Der Umbau soll nach den Plänen des österreichischen Innenministeriums gegen Ende 2022 abgeschlossen sein. Etwa 800.000 Euro hat die Republik Österreich der langjährigen Hauseigentümerin nach einem Gerichtsstreit bezahlt, der Umbau wird etwa fünf Millionen Euro kosten. Die Nutzung der politisch heiklen Immobilie durch ein Bezirkspolizeikommando und einer Polizeiinspektion sieht der österreichische Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) als am besten geeignet an: Die Polizei sei Hüterin der Grund- und Freiheitsrechte. Lange Zeit war das Gebäude als Schule und von der Sozialeinrichtung „Lebenshilfe“ genutzt worden.

Der Innsbrucker Politikwissenschaftlicher Andreas Maislinger hatte seit längerer Zeit schon dafür plädiert, ein historisches Zeichen zu setzen und das Geburtshaus Hitlers als ein „Haus der Verantwortung“ zu gestalten. Damit setzte er sich nicht durch.

Die Frage der Verwendung des „Hitlerhauses“ ist geklärt. Es bleibt noch ein Stein vor dem Haus – ein Mahnstein, der auf gemeindlichem Grund steht. „Für Frieden, Freiheit und Demokratie – Nie wieder Faschismus – Millionen Tote mahnen.“ Der Stein aus Mauthausner Granit mit dieser Inschrift steht vor dem in der Salzburger Vorstadt. Der verstorbene ehemalige Bürgermeister Gerhard Skiba (SPÖ) hatten den Mahnstein 1989 – zwei Wochen vor dem 100. Geburtstag Hitlers – aufstellen lassen.

Umzug ins Haus der Geschichte? Was mit ihm geschehen soll, darüber diskutieren die Braunauer Bürger intensiv an den Stammtischen. Wie damit zu verfahren ist, muss noch „politisch“ abgestimmt werden, sagt Bürgermeister Waidbacher. Die Stadt soll den Stein „neutralisieren“, also entfernen, sagen die einen. Hermann Feiner, Sektionschef im Innenministerium betont bei der Vorstellung des Projekts, mit dem Umbau soll der gesamte Ort „neutralisiert“ werden. Eine zeitgenössische Kommentierung soll untersagt werden. Der Gedenkstein vor dem Objekt soll nach Ansicht Feiners in das „Haus der Geschichte“ nach Wien gebracht werden. Der Stein soll weiter als Mahnmal stehen bleiben, sagen die anderen. Der Ort könne nicht neutralisiert werden, er werde immer der Geburtsort von Adolf Hitler bleiben. Deshalb sollte der Stein erinnern.

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Stein des Anstoßes neutralisieren? Der Gedenkstein am Geburtshaus von Adolf Hitler in der Salzburger Vorstadt von Braunau am Inn. (Fotos: Josef König) Weitere Infos





+++ FDP-Innenexpertin: Chaos-Tage an der bayerisch-österreichischen Grenze +++


Sandra Bubendorfer-Licht: Anstatt das Grenzregime für die Menschen zu lockern, kommen die CSU-Katastrophen-Touristen Seehofer, Söder und Herrmann zur PR-Show/Fehlende Abstimmung mit Österreich


BERLIN/FREILASSING (17.05.20) – Die FDP-Innenexpertin Sandra Bubendorfer-Licht hat das Chaos bei der Lockerung der Kontrollen an der bayerisch-österreichischen Grenze kritisiert. „Eine Seite wusste offenbar nicht, was die andere Seite macht. Die Bürger in der Grenzregion, die seit zwei Monaten abgeschnitten sind, erwarten Lösungen und keine Chaos-Tage“, sagte Bubendorfer-Licht am Sonntag. „Die geplante PR-Show der Katastrophen-Touristen bringt den Menschen in Südostbayern die verlorene Freizügigkeit nicht zurück“, so die FDP-Bundestagsabgeordnete aus Ampfing (Lkr. Mühldorf) zum Treffen des CSU-Trios Seehofer, Söder und Herrmann am Montag in Freilassing.

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Die FDP-Innenpolitikerin verweist auf Medienberichte, wonach sich die Lockerungen der Grenzkontrollen nicht überall herumgesprochen haben. Die Grenzpolizei hat auf deutscher Seite über Nacht zum Samstag die Grenzsperren in Burghausen und an der alten Innbrücke zwischen Simbach und Braunau entfernt. Noch am Samstagmittag hielten aber zwei Soldaten des österreichischen Bundesheeres mit Maschinenpistole im Anschlag Stellung und blockierten die Durchfahrt nach Braunau. „Hier hat es offensichtlich an einer Abstimmung mit den österreichischen Nachbarn gefehlt“, stellt Bubendorfer-Licht fest. Während an einen Grenzübergang Pendlern und Familienmitgliedern die Durchfahrt verwehrt werde, hätten laut anderen Berichten aus Passau Autofahrer dort die österreichische Grenze zum Tanken passieren dürfen.

Seit Wochen Willkür an der Grenze
Prinzipiell sind nach Ansicht von Bubendorfer-Licht die Lockerungen für die Menschen im südostbayerischen Grenzland zu spät erfolgt. Schon seit einigen Wochen gebe es im grenznahen Bereich Willkür und Unverständnis darüber, dass etwa am Muttertag Mütter auf der anderen Seite der Grenze nicht besucht werden konnten. „Die Bundesregierung und die bayerische Staatsregierung haben es versäumt, flexible Lösungen für den grenznahen Bereich zu suchen.“

Nach den sinkenden Corona-Infektionen in den letzten Wochen ist es nicht hinnehmbar, dass die Innenminister Grenzkontrollen länger laufen lassen als unbedingt notwendig. Inzwischen brüsten sich die Innenminister noch damit, dass sich Nebeneffekte durch die Grenzkontrollen erzielen lassen. „Freie Grenzen sind aus sozialen, politischen und wirtschaftlichen Gründen im Interesse der Menschen“, betont Bubendorfer-Licht. Industrie und Handwerk hatten über Umwege und lange Staus an den wenigen Grenzübergangsstellen nach Tschechien und Österreich geklagt.

Europa kommuniziert nicht
Ein schlechtes Bild gibt die Bundesregierung und Bayern in der Kommunikation mit den österreichischen Nachbarn ab. Am Anfang der Corona-Krise habe die Europäische Union nicht zusammengestanden. „Mit einer gemeinsamen Kommunikation zur Lockerung der Grenzkontrollen hätten die CSU-Politiker zeigen können, dass sie in der Lage sind, die Spaltung zu überwinden.“

Die geplante PR-Show am Montag an der Grenze in Freilassing bringt laut Bubendorfer-Licht die Menschen nicht weiter: Bundesinnenminister Horst Seehofer, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann hätten sich bereits früher absprechen können und die Details an allen südostbayerischen Grenzübergängen umsetzen können.

Foto: Deutscher Bundestag/Inga Haar
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+++ Einseitige Angelegenheit: Simbach offen, aber Bundesheer verteidigt Braunau +++


Grenzübergang über die alte Innbrücke bleibt als Lebensader der Menschen beidseits des Inns weiter zu

Simbach/Braunau am Inn (16.05.20/jk) – Grenze paradox: Als etwas einseitig stellt sich die Situation am Samstagvormittag am alten Grenzübergang zwischen dem niederbayerischen Simbach und dem oberösterreichischen Braunau am Inn dar. Während die deutsche Polizei die Sperranlagen abgebaut und den Posten verlassen hat, bildet das österreichische Bundesheer mit zwei Soldaten – bewaffnet mit MP – ein Bollwerk für die Menschen, die auf der alten Innbrücke die Ländergrenzen wechseln wollen.

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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte am Mittwoch noch verkündet: „ "Unser Ziel ist, den grenzüberschreitenden Alltag zwischen Bayern und Österreich bestmöglich wiederherzustellen, soweit das aus Sicht des Infektionsschutzes vertretbar ist." Daher hat sich Herrmann in den vergangenen Tagen und Wochen dafür eingesetzt, geschlossene Grenzübergänge wieder zu öffnen. "Das ist eine große Erleichterung gerade für die Bevölkerung und Wirtschaft im grenznahen Raum", erklärte Herrmann laut einer Pressemitteilung.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erklärte, die im Zuge der Corona-Krise am 15. März eingeführten Binnengrenzkontrollen zu Österreich, der Schweiz und Frankreich würden zwar grundsätzlich bis zum 15. Juni verlängert. Allerdings solle ab Samstag (16.05) an allen deutschen Grenzen nur noch stichprobenartig und nicht mehr systematisch kontrolliert werden.

Offensichtlich hat sich das bayerische Innenministerium nicht mit Österreich abgestimmt. Bildtext:

Grenze paradox: Die deutsche Polizei hat die Sperranlagen abgebaut, das österreichische Bundesheer verteidigt Braunau (Fotos: Josef König)
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+++ Acht Wochen-Fitnessprogramm mit CBD-Öl und Hanfproteine +++


Dan Miller hat für Kannaway das "Evolve"-Programm entwickelt


(jk/08.05.20) – Der Sommer steht vor der Tür, nach der Coronoa-Krise muss der Speck runter: Kannaway hat für Sie ein 8-Wochen-Programm namens Evolve aufgelegt, damit Sie Ihre Fitnessziele erreichen. Kannaway hat zusammen mit Dan Miller, internationaler Gesundheits- und Wellness-Experte, Autor und zertifizierter Ernährungstrainer, zusammengetan, der das 8-Wochen-Fitnessprogramm "Evolve" speziell für Sie entworfen hat!

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Evolve Acht-Wochen-Paket besteht aus:

· 3 x Power Protein
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Das Evolve 8-Wochen-Bundle ist nur für einen begrenzten Zeitraum erhältlich und enthält alles, was Sie für die Teilnahme am 8-Wochen-Programm Evolve benötigen.
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+++ FDP-Innenexpertin im Gemeinderat Ampfing vereidigt +++


Bundestagsabgeordnete Sandra Bubendorfer-Licht zog erstmals in das Kommunalparlament ein


AMPFING (jk/06.05.20) – Die FDP-Bundestagsabgeordnete Sandra Bubendorfer-Licht (50) hat den Amtseid als Gemeinderätin in der oberbayerischen Gemeinde Ampfing (Lkr. Mühldorf) geleistet. Bürgermeister Josef Grundner (CSU) nahm sechs weitere Gemeinderatsmitglieder neu in das 20-köpfige Gremium auf. Mit der Formel „So wahr mir Gott helfe“ bekräftigte die FDP-Innenexpertin den Amtseid am Dienstagabend in der Schweppermannhalle.

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Wegen der Corona-Pandemie hatte die Verwaltung die Gemeinderäte in einem gehörigen Abstand in der Halle verteilt. Jeweils an einem eigenen Tisch sitzend, wurde vorne die Polit-Prominenz platziert: Erstmals nahm mit der FDP-Politikerin Sandra Bubendorfer-Licht eine Bundestagsabgeordnete im Kommunalparlament der 6.000-Einwohner-Gemeinde Platz. In der konstituierenden Sitzung saß sie neben dem CSU-Landtagsabgeordneten Dr. Marcel Huber, ehemaliger Leiter der bayerischen Staatskanzlei und Ex-Umweltminister.

Als erster Tagesordnungspunkt stand die Vereidigung der neu gewählten Gemeinderatsmitglieder auf dem Programm. Gemäß Artikel 31 Abs. 4 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern werden alle neuen Gemeinderatsmitglieder in der ersten öffentlichen Sitzung vereidigt. Bürgermeister Josef Grundner bat, die neuen Gemeinderäte sich zu erheben, und sprach die Eidesformel vor: „Ich schwöre Treue dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern. Ich schwöre, den Gesetzen gehorsam zu sein und meine Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen. Ich schwöre, die Rechte der Selbstverwaltung zu wahren und ihren Pflichten nachzukommen, so wahr mir Gott helfe.“

Sandra Bubendorfer-Licht freut sich auf ihre neue politische Aufgabe im Gemeinderat Ampfing: „Die Kommunen sorgen für gute Schulen und Kinderbetreuung, Straßen und Internetanschlüsse, aber auch für soziale Hilfen und kulturelle Angebote vor Ort.“ Daher sei es bundespolitisch von zentralem Interesse, die kommunale Selbstverwaltung zu stärken und deren Finanzausstattung zu sichern. „Kommunen sind die Basis einer funktionierenden Gesellschaft“, so die FDP-Innenpolitikerin.

Sandra Bubendorfer-Licht vertritt seit dem 9. Dezember 2019 den Wahlkreis Mühldorf-Altötting im Deutschen Bundestag. Die gelernte Dolmetscherin für Italienisch und Englisch war nach dem Tod von Jimmy Schulz (München) nachgerückt. Sie ist Mitglied im Ausschuss für Inneres und Heimat und im Petitionsausschuss. Die Kreisvorsitzende der FDP Mühldorf war bei der Bundestagswahl 2017 nur knapp nicht in das Parlament gekommen. Die FDP Ampfing war bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 erstmals in Ampfing mit einer Liste angetreten. Erst im Dezember 2019 war der Ortsverband gegründet worden. „Nichts ist so gut wie ein Ampfing, das noch besser werden will!“, lautete die Devise von Sandra Bubendorfer-Licht im Wahlkampf. Die Freien Demokraten möchten neuen Wind nach Ampfing bringen und liberale Ideen einbringen.

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Erste Sitzung des Gemeinderates Ampfing in der Schweppermannhalle: Bürgermeister Josef Grundner (CSU) nahm die Vereidigung der FDP-Bundestagsabgeordneten Sandra Bubendorfer-Licht vor
(Foto: Josef König/Abdruck honorarfrei). Weitere Infos



+++ Handwerk klagt über Zeitverlust an der Grenze +++


Lange Staus und große Umwege belasten die heimische Wirtschaft

Simbach am Inn/Braunau (090420/jk) - Wegen der Corona-Pandemie sind seit drei Wochen die deutsch-österreichischen Grenzen nur unter großen Umständen zu überwinden. Heimische Handwerker müssen große Umwege in Kauf nehmen und stehen lange im Stau an den offenen Übergängen. „Das kostet immens viel Zeit“, klagt Jürgen Kilger, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz auf Anfrage.

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Als positiv sieht Kilger die Tatsache an, dass die grenzüberschreitenden Arbeiten sowohl im Pendelverkehr oder auch im Güter- und Dienstleistungsverkehr noch funktionieren. Das sei für die Wirtschaftslage dringend nötig, im Vergleich zu anderen Ländergrenzen aber nicht selbstverständlich. „Wir sind dankbar, dass pragmatische Lösungen angewendet werden und zusammen an Hilfestellungen gearbeitet wird.“ Kilger erwähnt, dass die Handwerkskammer zusammen mit der Wirtschaftskammer Oberösterreich, der Wirtschaftskammer Südböhmen sowie der IHK Passau an einer Webseite für die Betriebe in der gemeinsamen Grenzregion arbeiten, die passgenaue Infos zum Arbeiten im anderen Land liefert. Die Onlineschaltung sei für Ende der Osterferien geplant: www.hallonachbar.eu. 30 Berater der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz unterstützen laut Kilger die Betriebe mit einem umfassenden Informations- und Beratungsangebot. Zentrale und laufend aktualisierte Informationen gibt es unter www.hwkno.de/corona, für den Bereich Außenwirtschaft auch unter www.hwkno.de/international.

Große Belastung
Die Corona-Krise bedeutet laut Kilger eine große Belastung für die über Jahrzehnte zusammengewachsene Wirtschaftsregion. „Wirtschaft und Bewohner sind eng verzahnt und fest zusammengewachsen. Wir gehen zwar davon aus, dass das nur temporär ist, denn hier sind in den vergangenen Jahren viel Vertrauen und gute Verbindungen entstanden. Aber auch eine zeitlich begrenzte Trennung hinterlässt natürlich Spuren.“

Pendler müssen laut deutscher Bundespolizei eine Pendlerbescheinigung vorlegen, die täglich oder regelmäßig zwischen Wohnung und Arbeitsstätte über die deutsche Bundesgrenze pendeln müssen. Selbstständige können die Bescheinigung ebenfalls nutzen. Weitere Beweise wie ein Arbeitsvertrag, Auftrag, Lohnabrechnung, Gewerbeanmeldung oder Steuerbescheinigung soll die Grenzgänger dabeihaben. Die Bundespolizei weist darauf hin, dass „grundsätzlich der direkte Weg von der Grenzübergangsstelle zum Arbeitsplatz oder Einsatzort zu nutzen“ ist. „Die Unterbrechung der Fahrt, insbesondere zu Einkaufs- oder Besuchszwecken ist untersagt.“

Die Kontrollen an den Außengrenzen zu Deutschland, Italien und der Schweiz werden laut Innenministerium in Wien bis mindestens 27. April fortgesetzt.

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Kleinere Grenzübergänge wie die alte Grenze über den Inn zwischen Simbach am Inn und Braunau sind komplett geschlossen. Auf deutscher Seite kontrolliert eine Polizeistreife, dass niemand über die Innbrücke ins Nachbarland kommt. (Foto: Josef König) Weitere Infos



+++ Neue Ölscheichs im Gäuboden +++

LX-Demonstrationsanlage in Aholfing bei Straubing in Betrieb genommen: Thermo-chemisches Verfahren steigert Effizienz von Biogasanlagen/Lignin aus der grünen Raffinerie soll Rohöl ersetzen
[siehe Bericht in "Die Wirtschaftszeitung (Regenburg) Ausgabe April 2020, S. 26]


AHOLFING (20.03.20/Von Josef König) – Sieben Milliarden Tonnen Biomasse bleiben weltweit zur Produktion von Energie und nachhaltigen Produkten ungenutzt. Diese Lücke hat der Chemiker Dr. Friedrich Streffer erkannt: Mit seiner Idee der thermo-chemischen LX-Technologie soll grüner Rohstoff in Zukunft Rohöl ersetzen. „Das Erdölzeitalter ist vorbei. Die Ölscheichs von morgen kommen aus dem Gäuboden“, sagte Aiwanger zum Start der bundesweit ersten Demonstrationsanlage im niederbayerischen Aholfing (Lkr. Straubing-Bogen).

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„Es ist keine Zauberei, es ist einfach Chemie“, beschreibt Jeroen van Campen, Geschäftsführer der LXP-Group mit Sitz im brandenburgischen Teltow, die Anlage. Die erste industrielle Demonstrationsanlage verarbeitet einen Durchlauf von 500 Tonnen trockener Biomasse. Die Anlage dient laut van Campen als Vorschaltstufe einer bestehenden Biogasanlage und soll deren Effizienz steigern. Bisher ungenutzte Biomassereststoffe mit einem hohen Holzanteil sollen für den Biogasmarkt als hochwertige Substitut zu Getreidesilage nutzbar gemacht werden und mit einem Zusatznutzen Lignin abgetrennt werden, so van Campen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Aus den Kohlenhydraten können Biogas, Ethanol, Butanol, Milchsäure und Bernsteinsäure erzeugt werden. Mit dem Lignin werden Kosmetika, Vanilin, Carbonfasern, Klebstoffe oder 3D-Druckertinte erzeugt.

"In Biogasanlagen verwendete Biomasse besteht zu 95 Prozent aus Lignocellulose, die Ligninhülle verwehrt den Zugang zur Cellulose". so Dr. Katrin Streffer, Chief Operating Officer (COO) der LXP-Group. Das LX-Verfahren kann nach den Worten der promovierten Chemikerin sämtliches pflanzliches Strukturmaterial wie Äste, Blätter, Halme oder Stroh verwenden. Diese Pflanzenteile bestehen aus einem Verbund von drei Biopolymeren. Dazu gehört Cellulose, die man aus Baumwolle oder Papier kennt. Zweitens Hemicellulose, die ebenso wie die Cellulose aus aneinandergereihten Zuckern aufgebaut ist sowie drittens Lignin, welches die anderen beiden Biopolymere umhüllt und vor mikrobiellem Abbau schützt. „Für gewöhnlich bestehen pflanzliche Abfall- und Reststoffe der Land- und Forstwirtschaft sowie der Kommunen überwiegend aus diesen Komponenten“, so Dr. Katrin Streffer.

Das Geheimnis hinter LX
In einer herkömmlichen Biogasanlage wird als Substrat vor allem Gras- und Maissilage verwendet. Im Fermenter erzeugen Bakterien unter sauerstofffreiher Umgebung daraus Biogas, das in Strom und Wärme umgewandelt wird. Übrig bleibt ein energiehaltiger Gärrest, der größtenteils aus Lignocellulose besteht. „Bisher war es nicht möglich, Lignocellulose weiter aufzuspalten“, umreißt Dr. Friedrich Streffer, Chief Technology Officer (CTO), die Herausforderung. Diese Aufspaltung sei aus ökologischer und ökonomischer Sicht aber notwendig. Hier setzt das LX-Verfahren an. „Der energiereiche Gärrest wird in einem Rührkessel mit einem Lösemittel gemischt und gelöst. Bei 70 Grad Celsius dauert der Vorgang etwa eine Stunde. Anschließend wird ein Flockungsmittel zugegeben.“ Die LX-Cellulose flocke aus und werde über einen Filter abgetrennt und aufgefangen. Mit Hilfe des Flockungsmittels werde danach das LX-Lignin ausgeflockt und zur späteren Verwendung aufgefangen, so der Technische Direktor der LXP-Group. In einem Verdampfer werden nun das Löse- und Flockungsmittel wieder getrennt, die bei einem neuen Zyklus erneut eingesetzt werden können. Der promovierte Chemiker weist darauf hin, dass für den Verdampfungsprozess die Abwärme der Biogasanlage verwendet werden kann. Die im ersten Schritt gewonnene Cellulose werde in den Fermenter der Biogasanlage geschickt und Biogas erzeugt. „Die Effizienz der Biogasanlage steigt damit deutlich.“ Mit dem LX-Verfahren kann laut Streffer nicht nur die Energie im vorhandenen Gärrest besser genutzt, sondern auch die Substrat-Palette deutlich erweitert werden. In Zukunft können in einer Biogasanlage Reststoffe mit einem hohen Grünschnittanteil verarbeitet werden. „Holz, Laub und Stroh sind für die LX-Anlage kein Problem.“

Zukunftsträchtige Bioökonomie
Die Politik glaubt an die Bioökonomie. Sowohl das Land Brandenburg als auch der Freistaat Bayern unterstützen die Technologie. „Die Bioökonomie ist für die landwirtschaftlich geprägte Region um Straubing eine passgenaue Lösung“, sagte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger beim Start der LX-Anlage. Der Gäuboden könnte zur Heimat der Ölscheichs von morgen werden. „Dinge, die bisher aus Erdöl produziert worden sind, sollen am Ende aus biologischen Materialien wie Holz produziert werden.“ Mit einer bayernweiten Bioökonomiestrategie unter dem Motto „Zukunft.Bioökonomie.Bayern“ will die Politik noch in diesem Jahr den Bereich vorantreiben. Die bayerische Staatsregierung unterstützt Straubing mit rund 40 Millionen Euro. Praktiker und Wissenschaftler sollen eine dementsprechende Strategie entwickeln. Die Bioökonomie sieht Produkte aus biologischen, nachhaltigen und umweltfreundlichen Materialien aus Land- und Forstwirtschaft vor. Dieser Wirtschaftszweig, der weniger CO2-Emissionen produziert, soll vorangetrieben werden. Praktiker und Wissenschaftler sollen eine Bioökonomiestrategie entwickeln. Ziel sei es zu zeigen, so Prof. Dr. Volker Sieber, Sprecher des Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern und Rektor des TUM-Campus Straubing, dass der Einsatz fossiler Rohstoffe und die Emission von CO2 in Bayern signifikant reduziert werden kann. Dazu gehört es, im Labor getestete Verfahren in einem größeren Maßstab aufzubauen: „Junge Unternehmen müssen das Tal des Todes überspringen und zeigen, wie sie am Markt Geld verdienen können.“ Häufig seien biobasierte Verbindungen in der Herstellung deutlich teurer. Sie müssten sich am Markt gegenüber Erdölprodukten erst durchsetzen. Dies gelinge besonders dann, wenn bestimmte positive Eigenschaften damit verbunden sind, die auf Erdöl basierende Rohstoffe nicht bieten könnten.

Die brandenburgische LXP-Group (Marienwerder) war 2017 über einen Gründerwettbewerb auf die BioCampus Straubing GmbH aufmerksam geworden. Die LXP-Group hatte zwar nur den zweiten Platz erreicht, aber der Standort in Niederbayern hat das Start-up durch die gebündelte Bioökonimie-Kompetenz in der Region überzeugt und andere Standorte ausgestochen. Die 100-prozentige Tochtergesellschaft maxbiogas GmbH (Straubing) soll in Zukunft die Technologie im Biogasmarkt vermarkten.

Stichwort „Lignin“
Lignine (lat. lignum „Holz“) bilden eine Gruppe von formalen Grundbausteinen, die für die biologischen Prozesse verantwortlich sind. Das Material ist in der pflanzlichen Zellwand eingelagert. Über diese Verholzung (Lignifizierung) wird die Pflanze vor Wind und Schädlingen geschützt. Lignocellulose verleiht den Pflanzen ihre Form und Stabilität. Etwa 20 bis 30 Prozent der Trockenmasse verholzter Pflanzen besteht aus Ligninen, die neben Cellulose und Chitin zu den häufigsten organischen Verbindungen auf der Erde zählen. Jährlich entstehen auf dem Planeten schätzungsweise etwa 20 Milliarden Tonnen.


Die LX-Demonstrationsanlage soll Biogasanlagen effizienter machen und mit Lignin den Rohstoff Erdöl ersetzen. (Foto: LXP-Group).


Innenleben der LX-Demonstrationsanlage im niederbayerischen Aholfing (Foto: LXP-Group).

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+++ Von zu Hause aus BWL und Sprachen lernen +++


Fernlehrgang „Betriebswirtschaft“ startet am 15. April 2020 zum 43. Mal/ Auftakt zu den Crashkursen „Rechnungswesen & Controlling“, „Marketing & Strategie“ und Unternehmensgründung jederzeit flexibel/Sprachkurse Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch als Einzeltraining face-to-face online möglich [Pressemitteilung vom 17.03.2020 als PDF]

BWL-InstitutBASEL (17.03.20/pm) – BASEL (17.03.20) – Das Studium zu Hause ermöglicht eine effiziente und effektive Weiterbildung: In der digitalisierten Welt dienen EBook, Laptop, Tablet und Smartphone als ideale Helfer, neues Fachwissen zu lernen. Wer sich weiterbilden will, kann den modular aufgebauten Intensivstudiengang Betriebswirtschaft, Crashkurse zu betriebswirtschaftlichen Schwerpunktthemen oder auch Sprachen belegen. „Fernlehrgänge sind das ideale Instrument, um unabhängig von Ort und Zeit selbstbestimmt, seine beruflichen Aufstiegschancen zu verbessern“, sagt Studienleiter Dr. Ralf Andreas Thoma vom Betriebswirtschaftlichen Institut & Seminar Basel. Das Institut verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung als Distance-Learning-Anbieter.

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Wer gerne den nächsten Schritt auf der Karriereleiter nehmen möchte, kann sich mit Hilfe von Fortbildungen und themenbezogenen Schulungen qualifizieren. Das Betriebswirtschaftliche Institut & Seminar Basel bietet unterschiedliche Weiterbildungen an, die in einer Auszeit, im Homeoffice oder neben dem Hauptberuf am Abend oder an Wochenenden absolviert werden können.

Der modular aufgebaute Fernlehrgang „Betriebswirtschaft“ startet am 15. April 2020. Das neun- bis zwölfmonatige Intensivstudium ist auf die Bedürfnisse von Führungs- und Führungsnachwuchskräften zugeschnitten, die sich zur Ergänzung ihres Fachwissens umfassende betriebswirtschaftliche Kenntnisse aneignen möchten. Der in zehn Module unterteilte Studiengang, der bereits zum 43. Mal aufgelegt wird, schließt als Dipl.-Betriebsökonom (BI) ab. Praxisrelevante Kenntnisse in „Betriebswirtschaft“ stehen im Fokus des Fernlehrgangs: Neben einer Einführung geht es um das Rechnungswesen (Bilanz und GuV, Kosten- und Leistungsrechnung), um Controlling, Marketing, Finanzierung, Investitionsrechnung sowie zwei Kapitel der Unternehmensführung und einen Abstecher in die Volkswirtschaftslehre. Das Intensivstudium Betriebswirtschaftslehre ist auch in einer englischsprachigen Version als „Intensive Course in Business Administration“ möglich. Wer sich einen Eindruck von den Lehrgängen verschaffen will, kann Auszüge aus den Lehrgangsunterlagen kostenlos und unverbindlich unter www.bwl-institut.ch einsehen. Gerade für Ingenieure und Techniker, die in BWL fit werden wollen, ist das berufsbegleitende Fernstudienangebot des Betriebswirtschaftlichen Instituts & Seminar Basel zugeschnitten. „Nur wer eine Bilanz lesen kann und Einblick ins Controlling hat, macht in der digitalisierten Welt als Nicht-Ökonom die wichtigen Schritte auf der Karriereleiter“, so der Studienleiter. Das Institut konzentriert sich auf die wesentlichen Themenfelder der Betriebswirtschaftslehre, die in der digitalen Welt wichtig sind. Dazu bietet das Fernstudium große Flexibilität: Der Studierende kann sich den Lernstoff einteilen und je nach Belastung durch den Job mehr oder weniger büffeln.

Crash-Kurse „Rechnungswesen“ und „Marketing“
Zu den betriebswirtschaftlichen Schwerpunktthemen „Rechnungswesen & Controlling“, „Marketing & Strategie“ und Unternehmensgründung bietet das BWL-Institut drei spezielle Lehrgänge an, die jederzeit gestartet werden können. Die ein bis zwei Monate dauernden berufsbegleitenden Crashkurse sind besonders auf Bedürfnisse von Fach- und Führungskräften aus nicht-wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen zugeschnitten. Die Crashkurse vermitteln kurz und kompakt das wichtigste BWL-Wissen zu den Kernthemen Rechnungswesen, Marketing oder Unternehmensgründung. Der Crash-Kurs Rechnungswesen und Controlling vermittelt kurz und kompakt das wichtigste Wissen zu Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnung, Kostenrechnung und Controlling. Der Crash-Kurs Marketing und Strategie richtet sich an Teilnehmer, die ihr Know-how in Marketing und strategischem Management gezielt vertiefen möchten. Der Crash-Kurs Unternehmensgründung bereitet gezielt auf die ersten Schritte in die Selbstständigkeit vor.

Face-to-face-Sprachtraining
Sprachkompetenz im Umgang mit internationalen Kunden wird immer wichtiger. Die Atlas Business Language GmbH (Basel), ein Schwesterunternehmen der Betriebswirtschaftliches Institut & Seminar Basel AG, bietet Sprachkurse in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch an. Die Sprachkurse richten sich laut Dr. Ralf Andreas Thoma an Teilnehmer auf allen Sprachstufen. Vor Kursbeginn kann der Teilnehmer – unverbindlich und kostenlos – einen Einstufungstest absolvieren. ABL nutzt innovative Webinarlösung, die sehr hochwertigen Online-Sprachunterricht bis hin zum Einzeltraining face-to-face ermöglicht (www.atlas-business-language.ch).

Betriebswirtschaftliche Institut & Seminar Basel AG/Atlas Business Language ABL GmbH

Die Betriebswirtschaftliche Institut & Seminar Basel AG bietet seit 1999 als privates Weiterbildungsinstitut ein praxisorientiertes effizientes Studienangebot. Das Institut hat im März 2007 das eduQua-Zertifikat erhalten. Das Schweizerische Qualitätszertifikat für Weiterbildungsinstitutionen wurde im März 2020 erneut bestätigt. Außerdem ist das Institut Mitglied im Schweizerischen Verband für Erwachsenenbildung (SVEB) und der European Association of Distance Learning (EADL). Weitere Infos unter www.bwl-institut.ch. Die Atlas Business Language ABL GmbH als Schwesterunternehmen der Betriebswirtschaftliches Institut & Seminar Basel AG hat sich seit 2001 auf Sprachkurse, insbesondere für Firmenkunden, in allen Geschäftssprachen spezialisiert. Zu den Kunden zählen internationale Konzerne wie Canon, Sunrise, Würth, MAN oder Credit Suisse. Alle ABL-Trainer sind diplomierte Sprachlehrer mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung. Dies garantiert einen lebendig gestalteten, auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnittenen Unterricht. Weitere Infos unter Atlas Business Language ABL GmbH.

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Atlas Business Language ABL GmbH



+++ Harte Strafen für Handel mit Hanftees und CBD-Blüten + + +


Amtsgericht Passau verurteilt Betreiber eines Hanfladens zu neun bzw. sechs Monate Haft auf Bewährung

PASSAU (09.03.20/jk eklusiv) - Die bayerische Justiz greift hart gegen die Betreiber eines Passauer Hanfladens durch: Wegen gewerbsmäßigen, vorsätzlichen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln hat das Amtsgericht Passau am Montag einen 54-jährigen Mann und seinen 29-jährigen Sohn zu neun bzw. sechs Monate Haft auf Bewährung und 2.000 Euro Geldstrafe verurteilt, berichtet der Internetdienst Koenig-online. 69 Hanfteeartikel und CBD-Blüten im Wert von 5.000 Euro werden eingezogen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die beiden Männer werden mit ihren Anwälten beraten, ob sie in Berufung/Revision gehen werden. Dafür haben sie eine Woche Zeit.

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Die bei einer Razzia im Jahr 2018 entdeckten Produkte haben nach dem Urteil der Richterin Tetrahydrocannabinol (THC) enthalten. Damit seien sie „schlicht und einfach“ Betäubungsmittel gewesen. Es seien keine Ausnahmen wie der gewerbliche Zweck oder der Ausschluss von Missbrauch zu Rauschzwecken erfüllt gewesen. Diese Tatsache hätten die Betreiber des Hanfladens billigend in Kauf genommen. Die Betreiber hätten sich besser informieren sollen, ob die Hanftees und CBD-Blüten den gesetzlichen Regeln entsprechen. Es reiche nicht aus, sich auf die Lieferanten und eine Auskunft des Deutschen Hanfverbandes (DHV) zu verlassen, so das Urteil. Die Richterin ging aber von keinem „besonders schwerem Fall“ aus. Wegen des offenen Verkaufs liege nur eine „geringe kriminelle Energie“ vor. Die Angeklagten seien zudem geständig, hätten mit den Ermittlungsbehörden kooperiert und seien bisher noch nicht in Erscheinung getreten.

Die Anwälte der Hanfladen-Betreiber betonten, die Mandanten hätten den Zertifikaten der Lieferanten geglaubt. Diese hätten für Nutzhanf unter 0,2 Prozent THC gelegen. Den gewerblichen Zweck sahen sie im Verkauf über die Ladentheke erfüllt. Einen Missbrauch der Hanftees und CBD-Blüten hätten die Betreiber ausgeschlossen. Eine Extraktion sei real nur schwer durchführbar. CBD-Blüten würden inzwischen in vielen Städten Deutschlands angeboten. Im hessischen Darmstadt gebe es einen CBD-Automaten. Der Verteidiger wies darauf hin, dass die Rechtslage 2018 noch unklarer gewesen sei, während heute jede Drogeriekette Hanftees verkaufe.

Ein Polizeibeamter hatte im Zeugenstand betont, die CBD-Blüten ließen sich „leicht mit Haarspray“ extrahieren. In vielen Proben seien hingegen keine Spuren von THC bzw. unterhalb der für Lebensmittel geltenden Grenzwertes von 0,05 Prozent festgestellt worden. In einer Art Beschäftigungstherapie hatte die Richterin über mehrere Seiten die Gutachten-Werte über das „grün-braun getrocknete pflanzliche Material“ vorgelesen. So hatte etwa eine Sorte der CBD-Blüten „Jupiter“ einen THC-Gehalt von 0,13 Prozent. Die CBD-Blüten „Sonne“ enthielten 0,10 Prozent THC-Gehalt. Ein Kräutergewürz enthielt laut Gutachten unter 0,05 Prozent THC.

Die Staatsanwaltschaft sah die Anklage in der Beweisaufnahme bestätigt. Es seien THC-Werte von 0,06 bis 0,55 Prozent mit einem Gesamtwert von 123 mg THC gefunden worden. Ein Verkauf an normale Endkunden stufte die Anklage nicht als gewerblichen Zweck ein. Die Anklage ging von Vorsatz aus, der Verkauf sei wissentlich erfolgt. „Wer im Dunstkreis von Betäubungsmitteln agiert, hat eine gesteigerte Prüfpflicht.“ Die Anklage ging weiter von einem „nicht besonders schweren Fall“ aus. Die Wirkstoffe seien gering gewesen, „aber dennoch ausreichend“. Die Anklage hatte neun Monate Freiheitsstrafe für den 54-jährigen Betreiber und sechs Monate Freiheitsstraße für den 29-jährigen Mitgesellschafter, der wegen Auslandsaufenthalts nicht in das operative Geschäft involviert war. Die Richterin schloss sich der Forderung der Staatsanwältin an. Beide Verteidiger hatten eine Geldstrafe als ausreichend erachtet.

+++ „Die Vielseitigkeit ist berauschend“ + + +

Hanf-Info-Abend am Montag in der Passauer Peschl-Terrasse: Wenzel Cerveny vom Cannabis Verband Bayern (CVB) aus München, Landwirtschaftsmeister Heinrich Hobelsberger (Passau) und Monika Stockenhuber vom Verein Xundis(s) aus Engelhartszell sprechen über die Möglichkeiten der vielseitigen grünen Pflanze/Kostenlose Veranstaltung am Montag, 10. Februar 2020, um 19 Uhr im Gasthof „Bayerischer Löwe“ in Passau



PASSAU (02.03.20) - Neuer Termin nach Absage wegen Orkan Sabine: Hanf - der vielseitige grüne Rohstoff steht im Mittelpunkt eines Hanf-Informationsabends in der Dreiflüssestadt: Wenzel Cerveny (München) vom Cannabis Verband Bayern (CVB) stellt das Volksbegehren „Ja zu Hanf als Rohstoff“ vor. Landwirtschaftsmeister Heinrich Hobelsberger (Passau) spricht über lokalen Hanfanbau oder die Urkraft vom Feld. “Fluch oder Segen“, lautet das Thema des Referats von Monika Stockenhuber, Präsidentin des Vereins Xundis(s) aus dem oberösterreichischen Engelhartszell, zu den vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der Hanfpflanze. Die kostenlose Veranstaltung findet am Montag, 02. März 2020, um 19 Uhr im Gasthaus „Bayerischer Löwe“ in der Dr.-Hans-Kapfinger-Str. 3, 94032 Passau statt (www.wirtshaus-passau.de). Der Cannabis Verband Bayern veranstaltet zum Volksbegehren „Ja zu Hanf als Rohstoff“ am 02./03. März 2020 jeweils von 11 bis 18 Uhr eine Kundgebung in der Passauer Innenstadt.

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Hanf ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen: Laut einer aktuellen Studie sind 84,1 Prozent der Deutschen für eine teilweise oder vollständige Legalisierung von Cannabis, so der lateinische Name von Hanf. Im Gegenzug zur immer liberalen Bevölkerung greifen die Ermittlungsbehörden besonders im Freistaat zur Hexenjagd gegen die junge, aufstrebende Hanfbranche. „Die Leute nutzen die positiven Eigenschaften von Hanf. Keine Razzia wird den Siegeszug stoppen. Die Menschen lassen sich nicht länger belügen“, sagte Wenzel Cerveny (58), Vorsitzender des Cannabis Verbandes Bayern (CVB) und Betreiber von sechs bayerischen Hanfläden. Der Legalisierungsaktivist will vor allem Klarheit für die Branche, welche Hanfprodukte verkauft werden dürfen. Hanfpflanzen und -pflanzenteile sind laut EU-Verordnung nur dann als legales Produkt anzusehen, wenn sie aus dem Anbau in Ländern der Europäischen Union mit zertifiziertem Saatgut von einer der 52 Sorten stammen. Ihr Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC) darf 0,2 Prozent nicht übersteigen und der Verkehr mit ihnen ausschließlich gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken dienen, die einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen. Damit scheidet für Cerveny jeder legale Verkauf an private Endkunden aus, sofern es sich nicht um Produkte aus Hanfsamen oder Hanfsamen selbst handelt. „Das Gesetz versteht kein Mensch“, so der CVB-Vorsitzende. Samen selbst unterliegt nicht dem Betäubungsmittelgesetz. Für Hanfaroma-Extrakte aus Blüten (Geschmacksstoff bei Eistee) und andere Hanfblüten-Extrakte (CBD-Öl) gibt es laut Cerveny keine klaren Vorgaben. Deshalb fordert er Klarheit. In den Razzien habe die Polizei – auch bei einer Razzia im Passauer Hanfladen „ELLA – Hanf & Genuss“ auch harmlosen, weil THC-freien Hanftee beschlagnahmt. Dies soll sich ändern. Bis zum März 2020 will er mehr als 25.000 Unterschriften sammeln (www.rettet-den-Hanftee.de)

Hanf – Fluch oder Segen
Über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Jahrtausende alten Heilpflanze berichtete Monika Stockenhuber (50), „Vielseitigkeitsgärtnerin“ und Präsidentin des Vereines Xundis(s) aus Engelhartszell. Der Verein mit 130 Mitgliedern beschäftigt sich mit Informations- und Wissensvermittlung rund um gesunde Ernährung. Es geht um alte Getreide- oder Tomatensorten, die wieder zurück auf den Speiseplan kommen. Auch Hanf helfe, das Wohlbefinden von Mensch und Tier zu verbessern. Verschiedenste Cannabidiol (CBD)-Sorten, Blüten, Blütenmischungen, Aromaöle und Salben tragen laut Stockenhuber zur Vitalität bei. Der menschliche Organismus produziere selbst Cannabinoide, die für verschiedenste Prozesse benötigt werden. Das körpereigene Endocannabinoidsystem (ECS) beeinflusse das zentrale Nervensystem, Schlaf, Appetit oder Konzentrationsfähigkeit. Ist es aus dem Gleichgewicht, können von außen zugeführte Cannabinoide einen positiven Einfluss haben. „Ziel ist es, hochqualitative Bio-Hanflebens- und gesundheitsmittel zu einem fairen Preis den Menschen zugänglich zu machen“, erklärte die Biogärtnerin.

Hanf – Urkraft vom Feld
Über den lokalen Hanfanbau referierte Landwirtschaftsmeister Heinrich Hobelsberger aus Passau, der als Nebenerwerbslandwirt zehn Hektar mit dem grünen Rohstoff bewirtschaftet. Der aktive Nutzhanfanbauer sieht im Hanf die „Urkraft vom Feld“. Die Menschen von heute sollten dort weitermachen, wo die Vorfahren aufhören mussten, so seine Devise. Die jahrhundertelange alte Pflanze sei eine ausgezeichnete Vorfrucht. Hanf benötige keine Unkrautbekämpfung und keinen Pflanzenschutz. Durch sein weitverzweigtes und tiefes Wurzelsystem verbessere Hanf die Böden und deren Wasserhaushalt. Auch finde die Hanfpflanze immer mehr Aufmerksamkeit als Baustoff für Niedrigenergiebauten. Die Hanfpflanze könnte der Rohstofflieferant der Zukunft sein und zur Lösung in vielen Bereichen beitragen, so Heinrich Hobelsberger. Hanf – zu 100 Prozent ökologisch abbaubar - eigne sich ideal, den Rohstoff Erdöl abzulösen und in einer Kreislaufwirtschaft zum Erhalt der Natur und der Erde beizutragen. Über den Cannabis Verband Bayern (CVB)
Der
Cannabis Verband Bayern (CVB) wurde im Frühjahr 2014 als Dachorganisation von bayernweit 14 Cannabis Social Clubs (CSC) gegründet. Der Verband hatte 2015 das bayernweite Volksbegehren „Ja zu Cannabis“ initiiert und rund 27.000 gültige Unterschriften gesammelt. Das Bayerische Verfassungsgericht hat ein Volksbegehren wegen Nichtzuständigkeit (Bundesrecht) abgelehnt. Seit 11. Dezember 2019 läuft das neue Volksbegehren „Ja zum Hanf als Rohstoff“ (www.rettet-den-hanftee.de).

Bildtext:
Berauschende Vielseitigkeit von Hanf beim Infoabend in der Peschl-Terrasse (v. l): Nutzhanf-Landwirt Heinrich Hobelsberger (Passau), Biogärtnerin Monika Stockenhuber (Engelhartszell) und Wenzel Cerveny (München) vom Cannabis Verband Bayern (Foto: Josef König für CVB/honorarfrei).

Zur Homepage des Volksbegehrens "Ja zum Hanf als Rohstoff"

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