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12.04.2020

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+++ Neue Ölscheichs im Gäuboden +++

LX-Demonstrationsanlage in Aholfing bei Straubing in Betrieb genommen: Thermo-chemisches Verfahren steigert Effizienz von Biogasanlagen/Lignin aus der grünen Raffinerie soll Rohöl ersetzen
[siehe Bericht in "Die Wirtschaftszeitung (Regenburg) Ausgabe April 2020, S. 26]


AHOLFING (20.03.20/Von Josef König) – Sieben Milliarden Tonnen Biomasse bleiben weltweit zur Produktion von Energie und nachhaltigen Produkten ungenutzt. Diese Lücke hat der Chemiker Dr. Friedrich Streffer erkannt: Mit seiner Idee der thermo-chemischen LX-Technologie soll grüner Rohstoff in Zukunft Rohöl ersetzen. „Das Erdölzeitalter ist vorbei. Die Ölscheichs von morgen kommen aus dem Gäuboden“, sagte Aiwanger zum Start der bundesweit ersten Demonstrationsanlage im niederbayerischen Aholfing (Lkr. Straubing-Bogen).

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„Es ist keine Zauberei, es ist einfach Chemie“, beschreibt Jeroen van Campen, Geschäftsführer der LXP-Group mit Sitz im brandenburgischen Teltow, die Anlage. Die erste industrielle Demonstrationsanlage verarbeitet einen Durchlauf von 500 Tonnen trockener Biomasse. Die Anlage dient laut van Campen als Vorschaltstufe einer bestehenden Biogasanlage und soll deren Effizienz steigern. Bisher ungenutzte Biomassereststoffe mit einem hohen Holzanteil sollen für den Biogasmarkt als hochwertige Substitut zu Getreidesilage nutzbar gemacht werden und mit einem Zusatznutzen Lignin abgetrennt werden, so van Campen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Aus den Kohlenhydraten können Biogas, Ethanol, Butanol, Milchsäure und Bernsteinsäure erzeugt werden. Mit dem Lignin werden Kosmetika, Vanilin, Carbonfasern, Klebstoffe oder 3D-Druckertinte erzeugt.

"In Biogasanlagen verwendete Biomasse besteht zu 95 Prozent aus Lignocellulose, die Ligninhülle verwehrt den Zugang zur Cellulose". so Dr. Katrin Streffer, Chief Operating Officer (COO) der LXP-Group. Das LX-Verfahren kann nach den Worten der promovierten Chemikerin sämtliches pflanzliches Strukturmaterial wie Äste, Blätter, Halme oder Stroh verwenden. Diese Pflanzenteile bestehen aus einem Verbund von drei Biopolymeren. Dazu gehört Cellulose, die man aus Baumwolle oder Papier kennt. Zweitens Hemicellulose, die ebenso wie die Cellulose aus aneinandergereihten Zuckern aufgebaut ist sowie drittens Lignin, welches die anderen beiden Biopolymere umhüllt und vor mikrobiellem Abbau schützt. „Für gewöhnlich bestehen pflanzliche Abfall- und Reststoffe der Land- und Forstwirtschaft sowie der Kommunen überwiegend aus diesen Komponenten“, so Dr. Katrin Streffer.

Das Geheimnis hinter LX
In einer herkömmlichen Biogasanlage wird als Substrat vor allem Gras- und Maissilage verwendet. Im Fermenter erzeugen Bakterien unter sauerstofffreiher Umgebung daraus Biogas, das in Strom und Wärme umgewandelt wird. Übrig bleibt ein energiehaltiger Gärrest, der größtenteils aus Lignocellulose besteht. „Bisher war es nicht möglich, Lignocellulose weiter aufzuspalten“, umreißt Dr. Friedrich Streffer, Chief Technology Officer (CTO), die Herausforderung. Diese Aufspaltung sei aus ökologischer und ökonomischer Sicht aber notwendig. Hier setzt das LX-Verfahren an. „Der energiereiche Gärrest wird in einem Rührkessel mit einem Lösemittel gemischt und gelöst. Bei 70 Grad Celsius dauert der Vorgang etwa eine Stunde. Anschließend wird ein Flockungsmittel zugegeben.“ Die LX-Cellulose flocke aus und werde über einen Filter abgetrennt und aufgefangen. Mit Hilfe des Flockungsmittels werde danach das LX-Lignin ausgeflockt und zur späteren Verwendung aufgefangen, so der Technische Direktor der LXP-Group. In einem Verdampfer werden nun das Löse- und Flockungsmittel wieder getrennt, die bei einem neuen Zyklus erneut eingesetzt werden können. Der promovierte Chemiker weist darauf hin, dass für den Verdampfungsprozess die Abwärme der Biogasanlage verwendet werden kann. Die im ersten Schritt gewonnene Cellulose werde in den Fermenter der Biogasanlage geschickt und Biogas erzeugt. „Die Effizienz der Biogasanlage steigt damit deutlich.“ Mit dem LX-Verfahren kann laut Streffer nicht nur die Energie im vorhandenen Gärrest besser genutzt, sondern auch die Substrat-Palette deutlich erweitert werden. In Zukunft können in einer Biogasanlage Reststoffe mit einem hohen Grünschnittanteil verarbeitet werden. „Holz, Laub und Stroh sind für die LX-Anlage kein Problem.“

Zukunftsträchtige Bioökonomie
Die Politik glaubt an die Bioökonomie. Sowohl das Land Brandenburg als auch der Freistaat Bayern unterstützen die Technologie. „Die Bioökonomie ist für die landwirtschaftlich geprägte Region um Straubing eine passgenaue Lösung“, sagte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger beim Start der LX-Anlage. Der Gäuboden könnte zur Heimat der Ölscheichs von morgen werden. „Dinge, die bisher aus Erdöl produziert worden sind, sollen am Ende aus biologischen Materialien wie Holz produziert werden.“ Mit einer bayernweiten Bioökonomiestrategie unter dem Motto „Zukunft.Bioökonomie.Bayern“ will die Politik noch in diesem Jahr den Bereich vorantreiben. Die bayerische Staatsregierung unterstützt Straubing mit rund 40 Millionen Euro. Praktiker und Wissenschaftler sollen eine dementsprechende Strategie entwickeln. Die Bioökonomie sieht Produkte aus biologischen, nachhaltigen und umweltfreundlichen Materialien aus Land- und Forstwirtschaft vor. Dieser Wirtschaftszweig, der weniger CO2-Emissionen produziert, soll vorangetrieben werden. Praktiker und Wissenschaftler sollen eine Bioökonomiestrategie entwickeln. Ziel sei es zu zeigen, so Prof. Dr. Volker Sieber, Sprecher des Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern und Rektor des TUM-Campus Straubing, dass der Einsatz fossiler Rohstoffe und die Emission von CO2 in Bayern signifikant reduziert werden kann. Dazu gehört es, im Labor getestete Verfahren in einem größeren Maßstab aufzubauen: „Junge Unternehmen müssen das Tal des Todes überspringen und zeigen, wie sie am Markt Geld verdienen können.“ Häufig seien biobasierte Verbindungen in der Herstellung deutlich teurer. Sie müssten sich am Markt gegenüber Erdölprodukten erst durchsetzen. Dies gelinge besonders dann, wenn bestimmte positive Eigenschaften damit verbunden sind, die auf Erdöl basierende Rohstoffe nicht bieten könnten.

Die brandenburgische LXP-Group (Marienwerder) war 2017 über einen Gründerwettbewerb auf die BioCampus Straubing GmbH aufmerksam geworden. Die LXP-Group hatte zwar nur den zweiten Platz erreicht, aber der Standort in Niederbayern hat das Start-up durch die gebündelte Bioökonimie-Kompetenz in der Region überzeugt und andere Standorte ausgestochen. Die 100-prozentige Tochtergesellschaft maxbiogas GmbH (Straubing) soll in Zukunft die Technologie im Biogasmarkt vermarkten.

Stichwort „Lignin“
Lignine (lat. lignum „Holz“) bilden eine Gruppe von formalen Grundbausteinen, die für die biologischen Prozesse verantwortlich sind. Das Material ist in der pflanzlichen Zellwand eingelagert. Über diese Verholzung (Lignifizierung) wird die Pflanze vor Wind und Schädlingen geschützt. Lignocellulose verleiht den Pflanzen ihre Form und Stabilität. Etwa 20 bis 30 Prozent der Trockenmasse verholzter Pflanzen besteht aus Ligninen, die neben Cellulose und Chitin zu den häufigsten organischen Verbindungen auf der Erde zählen. Jährlich entstehen auf dem Planeten schätzungsweise etwa 20 Milliarden Tonnen.


Die LX-Demonstrationsanlage soll Biogasanlagen effizienter machen und mit Lignin den Rohstoff Erdöl ersetzen. (Foto: LXP-Group).


Innenleben der LX-Demonstrationsanlage im niederbayerischen Aholfing (Foto: LXP-Group).

Weitere Infos


























Effiziente und effektive Weiterbildung:

+++ Von zu Hause aus BWL und Sprachen lernen +++


Fernlehrgang „Betriebswirtschaft“ startet am 15. April 2020 zum 43. Mal/ Auftakt zu den Crashkursen „Rechnungswesen & Controlling“, „Marketing & Strategie“ und Unternehmensgründung jederzeit flexibel/Sprachkurse Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch als Einzeltraining face-to-face online möglich [Pressemitteilung vom 17.03.2020 als PDF]

BWL-InstitutBASEL (17.03.20/pm) – BASEL (17.03.20) – Das Studium zu Hause ermöglicht eine effiziente und effektive Weiterbildung: In der digitalisierten Welt dienen EBook, Laptop, Tablet und Smartphone als ideale Helfer, neues Fachwissen zu lernen. Wer sich weiterbilden will, kann den modular aufgebauten Intensivstudiengang Betriebswirtschaft, Crashkurse zu betriebswirtschaftlichen Schwerpunktthemen oder auch Sprachen belegen. „Fernlehrgänge sind das ideale Instrument, um unabhängig von Ort und Zeit selbstbestimmt, seine beruflichen Aufstiegschancen zu verbessern“, sagt Studienleiter Dr. Ralf Andreas Thoma vom Betriebswirtschaftlichen Institut & Seminar Basel. Das Institut verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung als Distance-Learning-Anbieter.

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Wer gerne den nächsten Schritt auf der Karriereleiter nehmen möchte, kann sich mit Hilfe von Fortbildungen und themenbezogenen Schulungen qualifizieren. Das Betriebswirtschaftliche Institut & Seminar Basel bietet unterschiedliche Weiterbildungen an, die in einer Auszeit, im Homeoffice oder neben dem Hauptberuf am Abend oder an Wochenenden absolviert werden können.

Der modular aufgebaute Fernlehrgang „Betriebswirtschaft“ startet am 15. April 2020. Das neun- bis zwölfmonatige Intensivstudium ist auf die Bedürfnisse von Führungs- und Führungsnachwuchskräften zugeschnitten, die sich zur Ergänzung ihres Fachwissens umfassende betriebswirtschaftliche Kenntnisse aneignen möchten. Der in zehn Module unterteilte Studiengang, der bereits zum 43. Mal aufgelegt wird, schließt als Dipl.-Betriebsökonom (BI) ab. Praxisrelevante Kenntnisse in „Betriebswirtschaft“ stehen im Fokus des Fernlehrgangs: Neben einer Einführung geht es um das Rechnungswesen (Bilanz und GuV, Kosten- und Leistungsrechnung), um Controlling, Marketing, Finanzierung, Investitionsrechnung sowie zwei Kapitel der Unternehmensführung und einen Abstecher in die Volkswirtschaftslehre. Das Intensivstudium Betriebswirtschaftslehre ist auch in einer englischsprachigen Version als „Intensive Course in Business Administration“ möglich. Wer sich einen Eindruck von den Lehrgängen verschaffen will, kann Auszüge aus den Lehrgangsunterlagen kostenlos und unverbindlich unter www.bwl-institut.ch einsehen. Gerade für Ingenieure und Techniker, die in BWL fit werden wollen, ist das berufsbegleitende Fernstudienangebot des Betriebswirtschaftlichen Instituts & Seminar Basel zugeschnitten. „Nur wer eine Bilanz lesen kann und Einblick ins Controlling hat, macht in der digitalisierten Welt als Nicht-Ökonom die wichtigen Schritte auf der Karriereleiter“, so der Studienleiter. Das Institut konzentriert sich auf die wesentlichen Themenfelder der Betriebswirtschaftslehre, die in der digitalen Welt wichtig sind. Dazu bietet das Fernstudium große Flexibilität: Der Studierende kann sich den Lernstoff einteilen und je nach Belastung durch den Job mehr oder weniger büffeln.

Crash-Kurse „Rechnungswesen“ und „Marketing“
Zu den betriebswirtschaftlichen Schwerpunktthemen „Rechnungswesen & Controlling“, „Marketing & Strategie“ und Unternehmensgründung bietet das BWL-Institut drei spezielle Lehrgänge an, die jederzeit gestartet werden können. Die ein bis zwei Monate dauernden berufsbegleitenden Crashkurse sind besonders auf Bedürfnisse von Fach- und Führungskräften aus nicht-wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen zugeschnitten. Die Crashkurse vermitteln kurz und kompakt das wichtigste BWL-Wissen zu den Kernthemen Rechnungswesen, Marketing oder Unternehmensgründung. Der Crash-Kurs Rechnungswesen und Controlling vermittelt kurz und kompakt das wichtigste Wissen zu Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnung, Kostenrechnung und Controlling. Der Crash-Kurs Marketing und Strategie richtet sich an Teilnehmer, die ihr Know-how in Marketing und strategischem Management gezielt vertiefen möchten. Der Crash-Kurs Unternehmensgründung bereitet gezielt auf die ersten Schritte in die Selbstständigkeit vor.

Face-to-face-Sprachtraining
Sprachkompetenz im Umgang mit internationalen Kunden wird immer wichtiger. Die Atlas Business Language GmbH (Basel), ein Schwesterunternehmen der Betriebswirtschaftliches Institut & Seminar Basel AG, bietet Sprachkurse in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch an. Die Sprachkurse richten sich laut Dr. Ralf Andreas Thoma an Teilnehmer auf allen Sprachstufen. Vor Kursbeginn kann der Teilnehmer – unverbindlich und kostenlos – einen Einstufungstest absolvieren. ABL nutzt innovative Webinarlösung, die sehr hochwertigen Online-Sprachunterricht bis hin zum Einzeltraining face-to-face ermöglicht (www.atlas-business-language.ch).

Betriebswirtschaftliche Institut & Seminar Basel AG/Atlas Business Language ABL GmbH

Die Betriebswirtschaftliche Institut & Seminar Basel AG bietet seit 1999 als privates Weiterbildungsinstitut ein praxisorientiertes effizientes Studienangebot. Das Institut hat im März 2007 das eduQua-Zertifikat erhalten. Das Schweizerische Qualitätszertifikat für Weiterbildungsinstitutionen wurde im März 2020 erneut bestätigt. Außerdem ist das Institut Mitglied im Schweizerischen Verband für Erwachsenenbildung (SVEB) und der European Association of Distance Learning (EADL). Weitere Infos unter www.bwl-institut.ch. Die Atlas Business Language ABL GmbH als Schwesterunternehmen der Betriebswirtschaftliches Institut & Seminar Basel AG hat sich seit 2001 auf Sprachkurse, insbesondere für Firmenkunden, in allen Geschäftssprachen spezialisiert. Zu den Kunden zählen internationale Konzerne wie Canon, Sunrise, Würth, MAN oder Credit Suisse. Alle ABL-Trainer sind diplomierte Sprachlehrer mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung. Dies garantiert einen lebendig gestalteten, auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnittenen Unterricht. Weitere Infos unter Atlas Business Language ABL GmbH.

[Pressemitteilung als PDF]
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Atlas Business Language ABL GmbH



+++ Harte Strafen für Handel mit Hanftees und CBD-Blüten + + +

Amtsgericht Passau verurteilt Betreiber eines Hanfladens zu neun bzw. sechs Monate Haft auf Bewährung
PASSAU (09.03.20/jk eklusiv) - Die bayerische Justiz greift hart gegen die Betreiber eines Passauer Hanfladens durch: Wegen gewerbsmäßigen, vorsätzlichen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln hat das Amtsgericht Passau am Montag einen 54-jährigen Mann und seinen 29-jährigen Sohn zu neun bzw. sechs Monate Haft auf Bewährung und 2.000 Euro Geldstrafe verurteilt, berichtet der Internetdienst Koenig-online. 69 Hanfteeartikel und CBD-Blüten im Wert von 5.000 Euro werden eingezogen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die beiden Männer werden mit ihren Anwälten beraten, ob sie in Berufung/Revision gehen werden. Dafür haben sie eine Woche Zeit.

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Die bei einer Razzia im Jahr 2018 entdeckten Produkte haben nach dem Urteil der Richterin Tetrahydrocannabinol (THC) enthalten. Damit seien sie „schlicht und einfach“ Betäubungsmittel gewesen. Es seien keine Ausnahmen wie der gewerbliche Zweck oder der Ausschluss von Missbrauch zu Rauschzwecken erfüllt gewesen. Diese Tatsache hätten die Betreiber des Hanfladens billigend in Kauf genommen. Die Betreiber hätten sich besser informieren sollen, ob die Hanftees und CBD-Blüten den gesetzlichen Regeln entsprechen. Es reiche nicht aus, sich auf die Lieferanten und eine Auskunft des Deutschen Hanfverbandes (DHV) zu verlassen, so das Urteil. Die Richterin ging aber von keinem „besonders schwerem Fall“ aus. Wegen des offenen Verkaufs liege nur eine „geringe kriminelle Energie“ vor. Die Angeklagten seien zudem geständig, hätten mit den Ermittlungsbehörden kooperiert und seien bisher noch nicht in Erscheinung getreten.

Die Anwälte der Hanfladen-Betreiber betonten, die Mandanten hätten den Zertifikaten der Lieferanten geglaubt. Diese hätten für Nutzhanf unter 0,2 Prozent THC gelegen. Den gewerblichen Zweck sahen sie im Verkauf über die Ladentheke erfüllt. Einen Missbrauch der Hanftees und CBD-Blüten hätten die Betreiber ausgeschlossen. Eine Extraktion sei real nur schwer durchführbar. CBD-Blüten würden inzwischen in vielen Städten Deutschlands angeboten. Im hessischen Darmstadt gebe es einen CBD-Automaten. Der Verteidiger wies darauf hin, dass die Rechtslage 2018 noch unklarer gewesen sei, während heute jede Drogeriekette Hanftees verkaufe.

Ein Polizeibeamter hatte im Zeugenstand betont, die CBD-Blüten ließen sich „leicht mit Haarspray“ extrahieren. In vielen Proben seien hingegen keine Spuren von THC bzw. unterhalb der für Lebensmittel geltenden Grenzwertes von 0,05 Prozent festgestellt worden. In einer Art Beschäftigungstherapie hatte die Richterin über mehrere Seiten die Gutachten-Werte über das „grün-braun getrocknete pflanzliche Material“ vorgelesen. So hatte etwa eine Sorte der CBD-Blüten „Jupiter“ einen THC-Gehalt von 0,13 Prozent. Die CBD-Blüten „Sonne“ enthielten 0,10 Prozent THC-Gehalt. Ein Kräutergewürz enthielt laut Gutachten unter 0,05 Prozent THC.

Die Staatsanwaltschaft sah die Anklage in der Beweisaufnahme bestätigt. Es seien THC-Werte von 0,06 bis 0,55 Prozent mit einem Gesamtwert von 123 mg THC gefunden worden. Ein Verkauf an normale Endkunden stufte die Anklage nicht als gewerblichen Zweck ein. Die Anklage ging von Vorsatz aus, der Verkauf sei wissentlich erfolgt. „Wer im Dunstkreis von Betäubungsmitteln agiert, hat eine gesteigerte Prüfpflicht.“ Die Anklage ging weiter von einem „nicht besonders schweren Fall“ aus. Die Wirkstoffe seien gering gewesen, „aber dennoch ausreichend“. Die Anklage hatte neun Monate Freiheitsstrafe für den 54-jährigen Betreiber und sechs Monate Freiheitsstraße für den 29-jährigen Mitgesellschafter, der wegen Auslandsaufenthalts nicht in das operative Geschäft involviert war. Die Richterin schloss sich der Forderung der Staatsanwältin an. Beide Verteidiger hatten eine Geldstrafe als ausreichend erachtet.

Hanf-Info-Abend am Montag in der Passauer Peschl-Terrasse:

+++ „Die Vielseitigkeit ist berauschend“ + + +

Wenzel Cerveny vom Cannabis Verband Bayern (CVB) aus München, Landwirtschaftsmeister Heinrich Hobelsberger (Passau) und Monika Stockenhuber vom Verein Xundis(s) aus Engelhartszell sprechen über die Möglichkeiten der vielseitigen grünen Pflanze/Kostenlose Veranstaltung am Montag, 10. Februar 2020, um 19 Uhr im Gasthof „Bayerischer Löwe“ in Passau


PASSAU (02.03.20) - Neuer Termin nach Absage wegen Orkan Sabine: Hanf - der vielseitige grüne Rohstoff steht im Mittelpunkt eines Hanf-Informationsabends in der Dreiflüssestadt: Wenzel Cerveny (München) vom Cannabis Verband Bayern (CVB) stellt das Volksbegehren „Ja zu Hanf als Rohstoff“ vor. Landwirtschaftsmeister Heinrich Hobelsberger (Passau) spricht über lokalen Hanfanbau oder die Urkraft vom Feld. “Fluch oder Segen“, lautet das Thema des Referats von Monika Stockenhuber, Präsidentin des Vereins Xundis(s) aus dem oberösterreichischen Engelhartszell, zu den vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der Hanfpflanze. Die kostenlose Veranstaltung findet am Montag, 02. März 2020, um 19 Uhr im Gasthaus „Bayerischer Löwe“ in der Dr.-Hans-Kapfinger-Str. 3, 94032 Passau statt (www.wirtshaus-passau.de). Der Cannabis Verband Bayern veranstaltet zum Volksbegehren „Ja zu Hanf als Rohstoff“ am 02./03. März 2020 jeweils von 11 bis 18 Uhr eine Kundgebung in der Passauer Innenstadt.

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Hanf ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen: Laut einer aktuellen Studie sind 84,1 Prozent der Deutschen für eine teilweise oder vollständige Legalisierung von Cannabis, so der lateinische Name von Hanf. Im Gegenzug zur immer liberalen Bevölkerung greifen die Ermittlungsbehörden besonders im Freistaat zur Hexenjagd gegen die junge, aufstrebende Hanfbranche. „Die Leute nutzen die positiven Eigenschaften von Hanf. Keine Razzia wird den Siegeszug stoppen. Die Menschen lassen sich nicht länger belügen“, sagte Wenzel Cerveny (58), Vorsitzender des Cannabis Verbandes Bayern (CVB) und Betreiber von sechs bayerischen Hanfläden. Der Legalisierungsaktivist will vor allem Klarheit für die Branche, welche Hanfprodukte verkauft werden dürfen. Hanfpflanzen und -pflanzenteile sind laut EU-Verordnung nur dann als legales Produkt anzusehen, wenn sie aus dem Anbau in Ländern der Europäischen Union mit zertifiziertem Saatgut von einer der 52 Sorten stammen. Ihr Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC) darf 0,2 Prozent nicht übersteigen und der Verkehr mit ihnen ausschließlich gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken dienen, die einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen. Damit scheidet für Cerveny jeder legale Verkauf an private Endkunden aus, sofern es sich nicht um Produkte aus Hanfsamen oder Hanfsamen selbst handelt. „Das Gesetz versteht kein Mensch“, so der CVB-Vorsitzende. Samen selbst unterliegt nicht dem Betäubungsmittelgesetz. Für Hanfaroma-Extrakte aus Blüten (Geschmacksstoff bei Eistee) und andere Hanfblüten-Extrakte (CBD-Öl) gibt es laut Cerveny keine klaren Vorgaben. Deshalb fordert er Klarheit. In den Razzien habe die Polizei – auch bei einer Razzia im Passauer Hanfladen „ELLA – Hanf & Genuss“ auch harmlosen, weil THC-freien Hanftee beschlagnahmt. Dies soll sich ändern. Bis zum März 2020 will er mehr als 25.000 Unterschriften sammeln (www.rettet-den-Hanftee.de)

Hanf – Fluch oder Segen
Über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Jahrtausende alten Heilpflanze berichtete Monika Stockenhuber (50), „Vielseitigkeitsgärtnerin“ und Präsidentin des Vereines Xundis(s) aus Engelhartszell. Der Verein mit 130 Mitgliedern beschäftigt sich mit Informations- und Wissensvermittlung rund um gesunde Ernährung. Es geht um alte Getreide- oder Tomatensorten, die wieder zurück auf den Speiseplan kommen. Auch Hanf helfe, das Wohlbefinden von Mensch und Tier zu verbessern. Verschiedenste Cannabidiol (CBD)-Sorten, Blüten, Blütenmischungen, Aromaöle und Salben tragen laut Stockenhuber zur Vitalität bei. Der menschliche Organismus produziere selbst Cannabinoide, die für verschiedenste Prozesse benötigt werden. Das körpereigene Endocannabinoidsystem (ECS) beeinflusse das zentrale Nervensystem, Schlaf, Appetit oder Konzentrationsfähigkeit. Ist es aus dem Gleichgewicht, können von außen zugeführte Cannabinoide einen positiven Einfluss haben. „Ziel ist es, hochqualitative Bio-Hanflebens- und gesundheitsmittel zu einem fairen Preis den Menschen zugänglich zu machen“, erklärte die Biogärtnerin.

Hanf – Urkraft vom Feld
Über den lokalen Hanfanbau referierte Landwirtschaftsmeister Heinrich Hobelsberger aus Passau, der als Nebenerwerbslandwirt zehn Hektar mit dem grünen Rohstoff bewirtschaftet. Der aktive Nutzhanfanbauer sieht im Hanf die „Urkraft vom Feld“. Die Menschen von heute sollten dort weitermachen, wo die Vorfahren aufhören mussten, so seine Devise. Die jahrhundertelange alte Pflanze sei eine ausgezeichnete Vorfrucht. Hanf benötige keine Unkrautbekämpfung und keinen Pflanzenschutz. Durch sein weitverzweigtes und tiefes Wurzelsystem verbessere Hanf die Böden und deren Wasserhaushalt. Auch finde die Hanfpflanze immer mehr Aufmerksamkeit als Baustoff für Niedrigenergiebauten. Die Hanfpflanze könnte der Rohstofflieferant der Zukunft sein und zur Lösung in vielen Bereichen beitragen, so Heinrich Hobelsberger. Hanf – zu 100 Prozent ökologisch abbaubar - eigne sich ideal, den Rohstoff Erdöl abzulösen und in einer Kreislaufwirtschaft zum Erhalt der Natur und der Erde beizutragen. Über den Cannabis Verband Bayern (CVB)
Der
Cannabis Verband Bayern (CVB) wurde im Frühjahr 2014 als Dachorganisation von bayernweit 14 Cannabis Social Clubs (CSC) gegründet. Der Verband hatte 2015 das bayernweite Volksbegehren „Ja zu Cannabis“ initiiert und rund 27.000 gültige Unterschriften gesammelt. Das Bayerische Verfassungsgericht hat ein Volksbegehren wegen Nichtzuständigkeit (Bundesrecht) abgelehnt. Seit 11. Dezember 2019 läuft das neue Volksbegehren „Ja zum Hanf als Rohstoff“ (www.rettet-den-hanftee.de).

Bildtext:
Berauschende Vielseitigkeit von Hanf beim Infoabend in der Peschl-Terrasse (v. l): Nutzhanf-Landwirt Heinrich Hobelsberger (Passau), Biogärtnerin Monika Stockenhuber (Engelhartszell) und Wenzel Cerveny (München) vom Cannabis Verband Bayern (Foto: Josef König für CVB/honorarfrei).

Zur Homepage des Volksbegehrens "Ja zum Hanf als Rohstoff"

Fotos in Facebook

+++ FDP: Kreis-Haushalt wenig ambitioniert +++

Kreisvorsitzender Dominik Heuwieser: Zukunftsträchtige Wegmarken fehlen/Stv. Kreisvorsitzender Josef König: Landkreis-Politik so innovativ wie ein Interview des Landrats mit sich selbst


PFARRKIRCHEN (02.03.20) – Für wenig ambitioniert hält der FDP-Kreisvorsitzende und Spitzenkandidat zur Kreistagswahl Dominik Heuwieser (Unterdietfurt) den neuen Haushalt für den Landkreis Rottal-Inn. „Der Kreistag hat keine Wegmarken für die Zukunft des Landkreises gesteckt“, kritisiert Heuwieser.

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Heuwieser vermisst weitreichende Investitionen in die Zukunft: Statt in die Digitalisierung von Verwaltung und Behörden zu investieren, weise der Haushalt eine Steigerung der Personalkosten um fast zehn Prozent auf 28,8 Millionen Euro auf. „Beim Blick auf den Finanzplan kann man nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen“, so der FDP-Kreischef. „Wer in Zeiten konjunktureller Abkühlung ein solches Schuldenpaket verabschiedet, handelt fahrlässig“, stößt sich Heuwieser an den geplanten Schulden in Höhe von 75 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren.

„Unternehmen legen Sparprogramme auf, in der Automobilindustrie, die vielen Menschen im Rottal Lohn und Brot gibt, mehren sich Insolvenzen und Kurzarbeit.“ Spätestens nach der Bekanntgabe des Stellenabbaus bei Wacker Chemie sollte man den Warnschuss in der Region gehört haben. „Stattdessen macht der Landkreis im blinden Vertrauen auf weiter sprudelnde Steuereinnahmen munter Schulden“, kritisiert Heuwieser.

Gerade zu erschreckend ist es aus Sicht von Heuwieser, dass der Kreistag die nicht unerhebliche Neuverschuldung zu Lasten der kommenden Generationen fast geräuschlos abgenickt hat. „Auf der anderen Seite diskutieren die Kreisräte stundenlang über den Bioanteil der Wurstsemmel im Landkreis.“ Es sei sehr begrüßenswert, so Heuwieser, der regionalen Landwirtschaft mehr Wertschätzung entgegenzubringen. Diese Wertschätzung sollte aber sowohl konventionellen Landwirten als auch Biobauern gleichermaßen entgegengebracht werden.

Geradezu lächerlich sei es in einem freien Europa, darüber zu diskutieren, ob im Hinblick auf die Regionalität der Simbacher nun vorrangig in Niederbayern einkaufen soll oder auch in Braunau einkaufen darf. Am Ende der Legislaturperiode kann man nur feststellen: „Außer viel Symbolpolitik fehlt es dem Kreistag an konstruktiven Ideen und dem Gestaltungswillen“, sagt Heuwieser.

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Josef König (Pfarrkirchen) attestiert der Politik im Landkreis in den letzten sechs Jahre eine gewisse Schläfrigkeit und die für die CSU übliche Simulation von aktivem Handeln. Typisch sei das Selbst-Interview per Sie von Landrat Michael Fahmüller in der CSU-Wahlkampf-Postille „Wissen entscheidet“. Da stellt sich Fahmüller gleich selbst besonders kritisch Fragen und beantwortet das Interview im Wechsel zwischen „Wir“ und „Ich“: „Wir haben in den letzten gut acht Jahren vieles geschafft, aber ´fertig´ ist man als Landrat nie.“ Warum welches besondere Wissen des Landrats entscheidet, wird für den Leser nicht erkenntlich. Die grüne Opposition im Kreistag vertraut laut König auf ihre Symbolpolitik und den gewohnten Öko-Lobbyismus. „Wer im Rottal mit Klimanotstand die Ängste der Menschen schürt, ist nicht mutig, sondern offenbart eine Ideennotlage.“ Aus wahltaktischen Gründen zaubern die Grünen dann noch eine Friday for Future-Aktivistin aus dem Hut. Das klinge wie ein Wahlkampftheater in mehreren Akten denn am Gemeinwohl orientierte Politik, so König.

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Kritik am Rottaler Kreishaushalt: Zu wenig ambitioniert, so der FDP-Kreisvorsitzende Dominik Heuwieser.

Pressefach FDP Rottal-Inn



+ + + Simon Rueß gewinnt im Schnellschach + + +

18-jähriger Schüler holt bei Kreismeisterschaft 5 Punkte aus 5 Runden


EGGENFELDEN (01.03.20) – Schnelldenker gefragt: Simon Rueß hat die erste Rottaler Schnellschach- Jugendmeisterschaft für sich entschieden. Der 18-jährige Schüler aus Pfarrkirchen holte fünf Punkte aus fünf Runden. Auf Platz zwei kam Aramis Slawik (14/ebenfalls Pfarrkirchen) mir vier Punkten, der sich nur dem späteren Sieger beugen musste. Maximilian Hausleitner (Falkenberg) gewann drei Punkte und kam auf den dritten Platz. Auf dem vierten Rang kam Anna-Maria König (Pfarrkirchen) mit zwei Punkten ins Ziel und gewann den Mädchen-Pokal. Platz fünf nahm Luca Amann (Falkenberg) ein. Der mit 11 Jahren jüngste Teilnehmer erreichte einen Punkt. Jeder Spieler hatte beim Turnier in der Sportgaststätte Eggenfelden 15 Minuten Bedenkzeit pro Partie, teilnahmeberechtigt waren Kinder und Jugendliche im Alter unter 20 Jahren mit Wohnort im Landkreis Rottal-Inn. Schachclub-Jugendleiter Gerhard Angermeier und Eva-Maria Kainz betreuten die Jugendlichen, Schirmherr Josef König hatte das Turnier geleitet.

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Endstand: 1. Simon Rueß (Pfarrkirchen) 5,0 Punkte/12,0 Feinwertung/5 Runden; 2. Aramis Slawik (Pfarrkirchen) 4,0/11,5; 3. Maximilian Hausleitner (Falkenberg) 3,0/11,5; 4. Anna-Maria König (Pfarrkirchen) 2,0/12,0; 5. Luca Amann (Falkenberg) 1,0/14.

Bildtext:
Schnell-Denker gekürt: Schachclub-Jugendleiter Gerhard Angermeier, Luca Amann (5.), Maximilian Hausleitner (3.), Sieger Simon Rueß, Mädchen-Siegerin Anna-Maria König, Zweiter Aramis Slawik und Schirmherr Josef König (Foto: privat).

Zum Pressefach des Schachclub-Rottal




+ + + XXXLutz darf von Lieferanten keinen pauschalen Jubiläumsrabatt fordern + + +

Bundeskartellamt zeigt oberösterreichischem Möbelhändler kartellrechtliche Grenzen bei Sonderrabattforderungen auf

BONN (27.02.20/jk) - Späte Einsicht: Das oberösterreichische Möbelhandelsunternehmen XXXLutz KG (Wels) nimmt auf Drängen des Bundeskartellamtes hin Abstand von seiner pauschalen Forderung nach 7,5 Prozent „Jubiläumsrabatt“ gegenüber seinen Lieferanten. Stattdessen hat das Unternehmen den Rabatt, der für sechs Monate im Jahr 2020 gelten sollte, nun mit jedem Lieferanten individuell verhandelt und Gegenleistungen für den Rabatt vereinbart. Vor diesem Hintergrund sieht das Bundeskartellamt von einer weiteren Prüfung des Sachverhaltes ab, wie die Wettbehörde am Donnerstag mitgeteilt hat.

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Nach den vorläufigen Bewertungen der Behörde sieht Präsident Andreas Mundt Marktmissbrauch gegeben, indem XXXLutz gegenüber kleinen und mittleren Möbelherstellern ursprünglich einen Sonderrabatt gefordert hatte. Mundt: „Zwar sind derartige Rabatte nicht grundsätzlich verboten, aber Lieferanten, die von einer Lieferbeziehung zu XXXLutz abhängig sind, muss auch eine angemessene Gegenleistung angeboten werden, etwa eine zusätzliche Ausstellungfläche oder eine Listungsgarantie.“ Das sogenannte Anzapfverbot diene dem Schutz von kleinen und mittleren Unternehmen und letztlich auch dem Schutz der Vielfalt für den Verbraucher, so Mundt.

XXXLutz hatte seine Lieferanten aufgrund des 75-jährigen Firmenjubiläums im Jahr 2020 pauschal zu einem Rabatt in Höhe von 7,5 Prozent für zwei Dreimonatszeiträume aufgefordert. Nachdem das Bundeskartellamt Bedenken geäußert hatte, ist XXXLutz dazu übergegangen, mit seinen Lieferanten über die Höhe und Dauer etwaiger Rabatte individuell zu verhandeln. „Der Rabatt fiel schließlich durchschnittlich deutlich niedriger aus als zunächst gefordert. Das Unternehmen hat zudem allen Lieferanten, mit denen ursprünglich keine Gegenleistung für den Rabatt vereinbart wurde, eine solche angeboten und zudem mit allen Lieferanten die jeweilige Gegenleistung schriftlich festgehalten.“

XXXLutz hat sämtliche getroffene Vereinbarungen dem Bundeskartellamt vorgelegt. Auf Basis dieser Dokumentation hat das Bundeskartellamt XXXLutz mitgeteilt, dass es keine weiteren Verfahrensschritte unternehmen wird. Dementsprechend wird das Amt auch keine Entscheidung über die Rechtmäßigkeit der ursprünglich erhobenen Forderungen treffen. Von einer weitergehenden Untersuchung der Angemessenheit der jeweiligen Gegenleistungen wurde angesichts der deutlich reduzierten und zeitlich begrenzten Rabatte abgesehen, so die Wettbewerbshüter.



Mehr zum Thema Wettbewerbspolitik

Homepage des Bundeskartellamtes


+ + + Rottaler Schach-Nachwuchs ermittelt Meister + + +

Schnellschachturnier am Samstag, 29. Februar 2020, um 10 Uhr im Stadtsaal Eggenfelden für alle Kinder und Jugendliche mit Wohnort im Landkreis/Talente gesucht


EGGENFELDEN (11.02.20) – Bester Nachwuchs auf den 64 schwarz-weißen Feldern gesucht: Der Schachclub Rottal-Inn e. V. lädt Kinder und Jugendliche im Alter bis 20 Jahren zur ersten Rottaler Jugendmeisterschaft im Schnellschach ein. Unter der Schirmherrschaft von Josef König, stv. Kreisvorsitzender der FDP Rottal-Inn, geht das Schnellschach-Event am Samstag, 29. Februar 2020, von 10 bis 15 Uhr im Stadtsaal Eggenfelden (Birkenallee 2) über die Bühne.
Es werden 5 Runden nach Schweizer System gespielt, jeder darf fünf Partien spielen. Für jede Partie ist eine Bedenkzeit von 15 Minuten pro Partie vorgesehen. Teilnahmeberechtigt sind Kinder und Jugendliche im Alter unter 20 Jahren (geb. ab dem 01. März 2000) mit Wohnort im Landkreis Rottal-Inn. Bei genügender Anmeldung gibt es altersgemäße Turniergruppen. Es gibt Pokale und Preise für die ersten drei Plätze, das beste Mädchen sowie Alterspreise (U14, U12, U10, U8). Es wird ein Startgeld von drei Euro erhoben. Die jungen Brettstrategen sollten lediglich die Züge beherrschen, ansonsten kann jeder mitmachen, der Spaß am Schach hat. Aufgefordert sind insbesondere Teilnehmer von Wahlgruppen an den Schulen im Landkreis Rottal-Inn. Meldeschluss ist am Spieltag 29.02.2020 um 9.45 Uhr. Um vorherige Anmeldung wird per E-Mail gebeten unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Wohnort an Jugendleiter Gerhard Angermeier (E-Mail: regna@gmx.de) oder Josef König (info@koenig-online.de), Info: 08561/910771.
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+++ Neuer Termin: Hanf-Info-Abend am Montag, 02. März 2020 in Passau:
Vom Hanfanbau in der Region bis zum Klimaschutz + + +

Wenzel Cerveny vom Cannabis Verband Bayern (CVB) aus München, Landwirtschaftsmeister Heinrich Hobelsberger (Passau) und Monika Stockenhuber vom Verein Xundis(s) aus Engelhartszell sprechen über die Möglichkeiten der vielseitigen grünen Pflanze/Kostenlose Veranstaltung am Montag, 10. Februar 2020, um 19 Uhr im Gasthof „Bayerischer Löwe“ in Passau


PASSAU (26.02.20) - Neuer Termin nach Absage wegen Orkan Sabine: Hanf - der vielseitige grüne Rohstoff steht im Mittelpunkt eines Hanf-Informationsabends in der Dreiflüssestadt: Wenzel Cerveny (München) vom Cannabis Verband Bayern (CVB) stellt das Volksbegehren „Ja zu Hanf als Rohstoff“ vor. Landwirtschaftsmeister Heinrich Hobelsberger (Passau) spricht über lokalen Hanfanbau oder die Urkraft vom Feld. “Fluch oder Segen“, lautet das Thema des Referats von Monika Stockenhuber, Präsidentin des Vereins Xundis(s) aus dem oberösterreichischen Engelhartszell, zu den vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der Hanfpflanze. Die kostenlose Veranstaltung findet am Montag, 02. März 2020, um 19 Uhr im Gasthaus „Bayerischer Löwe“ in der Dr.-Hans-Kapfinger-Str. 3, 94032 Passau statt (www.wirtshaus-passau.de). Der Cannabis Verband Bayern veranstaltet zum Volksbegehren „Ja zu Hanf als Rohstoff“ am 02./03. März 2020 jeweils von 11 bis 18 Uhr eine Kundgebung in der Passauer Innenstadt.

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Hanf ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen: Laut einer aktuellen Studie sind 84,1 Prozent der Deutschen für eine teilweise oder vollständige Legalisierung von Cannabis, so der lateinische Name von Hanf. Im Gegenzug zur immer liberalen Bevölkerung greifen die Ermittlungsbehörden besonders im Freistaat zur Hexenjagd gegen die junge, aufstrebende Hanfbranche. „Die Leute nutzen die positiven Eigenschaften von Hanf. Keine Razzia wird den Siegeszug stoppen. Die Menschen lassen sich nicht länger belügen“, sagt Wenzel Cerveny, Vorsitzender des Cannabis Verbandes Bayern (CVB). Er will vor allem Klarheit für die Branche, welche Hanfprodukte verkauft werden dürfen. Hanfpflanzen und -pflanzenteile sind laut EU-Verordnung nur dann als legales Produkt anzusehen, wenn sie aus dem Anbau in Ländern der Europäischen Union mit zertifiziertem Saatgut von Sorten stammen oder ihr Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC) 0,2 Prozent nicht übersteigt und der Verkehr mit ihnen ausschließlich gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken dient, die einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen. Damit scheidet für Cerveny jeder legale Verkauf an private Endkunden aus, sofern es sich nicht um Produkte aus Hanfsamen oder Hanfsamen selbst handelt. Samen unterliegt nicht dem Betäubungsmittelgesetz. Für Hanfaroma-Extrakte aus Blüten (Geschmacksstoff bei Eistee) und andere Hanfblüten-Extrakte (CBD-Öl) gibt es laut Cerveny keine klaren Vorgaben. Deshalb fordert er Klarheit. In den Razzien habe die Polizei – auch bei einer Razzia im Passauer Hanfladen „ELLA – Hanf & Genuss“ auch harmlosen, weil THC-freien Hanftee beschlagnahmt. Dies soll sich ändern. Bis zum März 2020 will er mehr als 25.000 Unterschriften sammeln.

Hanf – Fluch oder Segen
Über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Jahrtausende alten Heilpflanze spricht Monika Stockenhuber, Präsidentin des Vereines Xundis(s) aus Engelhartszell. Hanf helfe, das Wohlbefinden von Mensch und Tier zu verbessern. Verschiedenste CBD-Sorten, Blüten, Blütenmischungen, Aromaöle und Salben tragen laut Stockenhuber zur Vitalität bei. Der menschliche Organismus produziere selbst Cannabinoide, die für verschiedenste Prozesse benötigt werden. Das körpereigene Endocannabinoidsystem (ECS) beeinflusse das zentrale Nervensystem, Schlaf, Appetit oder Konzentrationsfähigkeit. Ist es aus dem Gleichgewicht, können von außen zugeführte Cannabinoide einen positiven Einfluss haben. „Ziel ist es, hochqualitative Bio-Hanflebens- und gesundheitsmittel zu einem fairen Preis den Menschen zugänglich zu machen“, sagt die Biogärtnerin.

Hanf – Urkraft vom Feld
Über den lokalen Hanfanbau spricht Landwirtschaftsmeister Heinrich Hobelsberger aus Passau. Der aktive Nutzhanfanbauer sieht im Hanf die „Urkraft vom Feld“. Die Menschen von heute sollten dort weitermachen, wo die Vorfahren aufhören mussten, so seine Devise. Die jahrhundertelange alte Pflanze sei eine ausgezeichnete Vorfrucht. Hanf benötige keine Unkrautbekämpfung und keinen Pflanzenschutz. Durch sein weitverzweigtes und tiefes Wurzelsystem verbessere Hanf die Böden und deren Wasserhaushalt. Auch finde die Hanfpflanze immer mehr Aufmerksamkeit als Baustoff für Niedrigenergiebauten. Die Hanfpflanze könnte der Rohstofflieferant der Zukunft sein, so Heinrich Hobelsberger.

Kundgebung in der Passauer Innenstadt
Wer das Volksbegehren unterstützen will, kann dies auch in Passau machen: Der Cannabis Verband Bayern (CVB) wird am Montag und Dienstag (02-03.03.20) jeweils von 11 bis 18 Uhr in der Passauer Innenstadt die Kundgebung „Menschenrechte, Umwelt- und Klimaschutz“ abhalten. „Ist Hanf ein Baustein, um das Klima unseres Planeten zu retten“, heißt die Parole. Hier wirbt der CVB um Unterschriften für das Volksbegehren Ja zu Hanf als Rohstoff“ (www.rettet-den-Hanftee.de).

Über den Cannabis Verband Bayern (CVB)
Der Cannabis Verband Bayern (CVB) wurde im Frühjahr 2014 als Dachorganisation von bayernweit 14 Cannabis Social Clubs (CSC) gegründet. Der Verband hatte 2015 das bayernweite Volksbegehren „Ja zu Cannabis“ initiiert und rund 27.000 gültige Unterschriften gesammelt. Das Bayerische Verfassungsgericht hat ein Volksbegehren wegen Nichtzuständigkeit (Bundesrecht) abgelehnt. Seit 11. Dezember 2019 läuft ein neues Volksbegehren „Ja zum Hanf als Rohstoff“.

Zur Homepage des Volksbegehrens "Ja zum Hanf als Rohstoff"

+++ Hanf in der Naturheilkunde:
„Es muss nicht immer THC sein“ + + +

Bianka Schultheis zeigte bei einem Vortrag im Stadthotel Spatzl in Pfarrkirchen, wie sich die alte Kulturpflanze bei Selbstheilmethoden einsetzen lässt/Cannabis Verband Bayern stellte Volksbegehren “Ja zu Hanf als Rohstoff“


PFARRKIRCHEN (07.02.20/pm) – Hanf ist eine der ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Welt. In den 30 Jahren des letzten Jahrhunderts verboten – erfährt der grüne Rohstoff derzeit eine Renaissance. „Es muss nicht immer THC sein“, sagte die Massagetherapeutin und Kinesiologin Bianka Schultheis (Dingolfing). Sie zeigte geeignete Selbsthilfemethoden auf, um den Einsatz von Hanfextrakten und CBD-Öl optimal zu verbinden. Zum Vortragsabend über die Heilkraft der Hanfpflanze hatte der Cannabis Verband Bayern (CVB) kamen am Donnerstagabend rund 50 Zuhörer ins Stüberl des Stadthotel Spatzl in Pfarrkirchen.

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Hanf als alte Kulturpflanze wurde aut Bianka Schultheis schon seit vielen Jahren in der Naturheilkunde eingesetzt. In ihrem Vortrag präsentierte sie geeignete Selbsthilfemethoden, um den Einsatz von Hanfextrakten und eines Vollspektrum-Cannabidiol (CBD)-Öl optimal zu verbinden. Die Massagetherapeutin und Kinesiologin zeigte anhand eines Wirbelsäulenskelett-Modells, wie sich ein verschobener Wirbel auf die Organfunktionen auswirken kann. Sie demonstrierte wie sich die Nackenverspannung mittels Schab-Technik und dem Einsatz von Hanfsalbe lösen lässt. Schultheis gab den Zuhörern Tipps, um nach Methoden der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und nach der sogenannten Dorn-Methode selbst korrigierend eingreifen zu können. Das moderne Leben führe zu Bewegungsmangel, Fehlbelastungen und zu Fehlstellungen der Wirbelsäule und des Beckens. Dies erkannte der Erfinder der Dorn-Methode als Ursache für die meisten Rückenprobleme und anderer Beschwerden.

Der menschliche Körper produziert laut Schultheis nicht nur seine eigenen Cannabinoide, er habe ein komplettes Signalsystem entwickelt. Dieses sogenannte Endocannabinoide-System besteht aus Rezeptoren und Enzymen. Gerate das System ins Ungleichgewicht, führe dies zur Schwächung des Immunsystems und schlimmstenfalls zu schwerwiegenden Krankheiten. Deshalb tue Wellness-Cannabis ihrer Ansicht nach als Vorbeuge-Maßnahme Körper, Geist und Seele gut, so Schultheis.

Mehr Klarheit zum Hanf
Auf das vom Cannabis Verband Bayern initiierte bayerische Volksbegehren „Ja zu Hanf als Rohstoff“ hat Pressesprecher Josef König (Pfarrkirchen) hingewiesen. Der nachhaltige Rohstoff sei Lieferant für mehr als 50.000 Produkte und werde nach seinem Verbot in den 30er Jahren wiederentdeckt. Hanf enthalte zahlreiche Wirkstoffe: Die bekanntesten Wirkstoffe seien das THC (Tetrahydrocannabinol) und Cannabidiol (CBD), so König. THC habe eine berauschende Wirkung. „Dies ist der Grund, warum Cannabis mit THC über den Grenzwerten als verbotenes Betäubungsmittel gilt.“ CBD aber mit über 140 Cannabinoiden sei nicht berauschend, es wirke beruhigend, schmerzstillend und krampflösend.

„Hanf ist in der deutschen Rechtsordnung immer noch als Betäubungsmittel klassifiziert, die ganze Hanf-Branche braucht Klarheit“, fordert Josef König. Der CVB will bis März 2020 mehr als 25.000 Unterschriften im Freistaat sammeln.

Unbestimmte Begriffe und missverständliche Formulierungen im deutschen Betäubungsmittelgesetz (BtmG) führen dazu, dass es zu einer uneinheitlichen und aus Bürgersicht oft willkürlichen Rechtsprechung kommt. Deshalb will der CVB eine bayerische Auslegung für das Betäubungsmittelgesetz schaffen. Insbesondere will er für die Hanfbranche Klarheit schaffen, welche Hanfprodukte verkauft werden dürfen (www.rettet-den-hanftee.de).

Der Cannabis Verband Bayern (CVB) wurde im Frühjahr 2014 als Dachorganisation von bayernweit 14 Cannabis Social Clubs (CSC) vom Legalisierungsaktivisten Wenzel Cerveny (58) gegründet. Der Verband hatte 2015 das bayernweite Volksbegehren „Ja zu Cannabis“ initiiert und rund 27.000 gültige Unterschriften gesammelt. Das Bayerische Verfassungsgericht hat ein Volksbegehren wegen Nichtzuständigkeit (Bundesrecht) abgelehnt.

Bildtext: Es muss nicht immer THC sein: Die Massagetherapeutin Bianka Schulteis zeigte den interessierten Zuhörern im Stadthotel Spatzl, wie sich Hanf- und CBD-Öl auf die Faszien und die Muskulatur auswirken, CVB-Pressesprecher stellte das bayerische Volksbegehren „Ja zu Hanf als Rohstoff“ vor.



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+++ Fascien und Muskeln im Fokus + + +

Massagetherapeutin und Kinesiologin Bianka Schultheis (Dingolfing) hält Vortrag über die Wirkung von CBD auf die Wirbelsäule/Veranstaltung des Cannabis Verbandes Bayern am Donnerstag, 6. Februar 2020, um 19 Uhr im Stüberl des Stadthotel Spatzl (Stadtplatz 37) in Pfarrkirchen

PFARRKIRCHEN (20.01.20/jk) – Fascien und Muskeln im Fokus: Wie kann CBD helfen? Über die Heilkraft der Hanfpflanze informiert ein Vortragsabend der Massagetherapeutin und Kinesiologin Bianka Schultheis (Dingolfing) am Donnerstag, 6. Februar 2020, um 19 Uhr im Stüberl des Stadthotel Spatzl (Stadtplatz 37) in Pfarrkirchen. Die kostenlose Veranstaltung des Cannabis Verbandes Bayern (CVB) richtet sich an alle gesundheitsorientierten Menschen, aber auch an Mediziner, Pflegeberufe, Heilpraktiker und Physiotherapeuten.

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In ihrem Vortrag erläutert die Massagetherapeutin und Kinesiologin Bianka Schultheis (Dingolfing), wie sich CBD-Öl auf die Fascien, Muskulatur und somit auf das Wirbelsäulen- und Gelenkgefüge auswirkt. Ein verschobener Wirbel wiederum hat Auswirkungen auf die Organe und weitere Folgeerkrankungen. Anhand eines Wirbelsäulenmodells erläutert sie anschaulich diesen Problemkreis. Zudem gibt sie Tipps aus der sogenannten Dorn-Methode, um selbst korrigierend einwirken zu können.

Der menschliche Körper produziert laut Schultheis nicht nur seine eigenen Cannabinoide, er habe ein komplettes Signalsystem entwickelt. Dieses sogenannte Endocannabinoide-System besteht aus Rezeptoren und Enzymen. Gerate das System ins Ungleichgewicht, führe dies zur Schwächung des Immunsystems und schlimmstenfalls zu schwerwiegenden Krankheiten. Deshalb tut Wellness-Cannabis ihrer Ansicht nach als Vorbeuge-Maßnahme Körper, Geist und Seele gut.

Hanf ist eine der ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Welt. In den 30 Jahren des letzten Jahrhunderts verboten – erfährt der grüne Rohstoff derzeit eine Renaissance. Hanf enthält zahlreiche Wirkstoffe, weiß Josef König, Pressesprecher des Cannabis Verbandes Bayern (CVB). Die bekanntesten Wirkstoffe seien das THC (Tetrahydrocannabinol) und Cannabidiol (CBD). THC habe eine berauschende Wirkung. „Dies ist der Grund, warum Cannabis mit THC über den Grenzwerten als verbotenes Betäubungsmittel gilt.“ CBD mit über 140 Cannabinoiden dagegen sei nicht berauschend, es wirke aber beruhigend, schmerzstillend und krampflösend.

Seit dem 10. März 2017 gilt das neue Cannabis-als-Medizin-Gesetz. Dennoch sind Patienten großen Schwierigkeiten ausgesetzt, wie Josef König vom Cannabis Verband Bayern (CVB) weiß. Es gehe darum, einen Arzt oder eine Ärztin zu finden, die ein Betäubungsmittelrezept ausschreibt. Dann muss das entsprechende Medikament bei den Apotheken vorrätig sein. Nicht zuletzt haben Cannabis-Patienten Schwierigkeiten im täglichen Leben, etwa mit dem Führerschein.

„Cannabis ist kein Wundermittel, es ist eine Möglichkeit“, heißt es bei der internationalen Arbeitsgemeinschaft für Cannabis als Medizin (IACM). CBD findet laut einer IACM-Auflistung Anwendung bei einer Vielzahl von Beschwerden, darunter Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit, Spastik, Tourette-Syndrom, Schmerzzustände, Juckreiz, Glaukom, Epilepsie, Asthma, Abhängigkeit und Entzugssymptome, ADHS, Alzheimer, sowie Autoimmunerkrankungen und Entzündungen.

Der Cannabis Verband Bayern (CVB) wurde im Frühjahr 2014 als Dachorganisation von bayernweit 14 Cannabis Social Clubs (CSC) gegründet. Der Verband hatte 2015 das bayernweite Volksbegehren „Ja zu Cannabis“ initiiert und rund 27.000 gültige Unterschriften gesammelt. Das Bayerische Verfassungsgericht hat ein Volksbegehren wegen Nichtzuständigkeit (Bundesrecht) abgelehnt. Seit 11. Dezember 2019 läuft ein neues Volksbegehren „Ja zum Hanf als Rohstoff“ (www.rettet-den-Hanftee.de)

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+++ Hanf: Ökologischer Baustoff fürs Wohlfühlklima + + +

Experte Jens Geibel: Wärmende, kühlende und Feuchtigkeit bindende Eigenschaften am Bau gefragt/Anbau rekultiviert und reaktiviert ausgelaugte Bodenflächen/CVB startet Volksbegehren „Ja zum Hanf als Rohstoff“

MÜNCHEN (16.01.20) – Der grüne Rohstoff ist als Baumaterial immer mehr im Kommen: „Hanf sorgt mit seinen wärmenden, kühlenden und Feuchtigkeit bindenden Eigenschaften dafür, dass sich der menschliche Organismus in einem sehr ausgeglichenen Umfeld wohlfühlt“, betonte Jens Geibel (49), Mitbegründer und Betreiber eines Planungs- und Beratungsbüros für ökologisches und nachhaltiges Bauen im nordrhein-westfälischen Leichlingen, bei einem Expertengespräch des Cannabis Verbandes Bayern (CVB) in München. Der Experte plädierte für den gesteigerten Einsatz von Hanf zum Errichten und Sanieren von Gebäuden.

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In Verbindung mit Lehm, Kalk oder/und auch Holz verändert Hanf laut Geibel die klimatischen Strukturen für Heizung und Kühlung. Parallel zum persönlichen Wohlfühl-Klima lässt sich wegen der sehr hohen CO2-Bindung das Treibhausgas einsparen. „Hanf ist eine der ältesten und vielseitigsten Kulturpflanzen und in der heutigen modernen Zeit ein großer Faktor zur Durchsetzung unserer ökologischen und wirtschaftlichen Zukunft“, sagt der Tischlermeister und staatlich geprüfte Holz- und Betriebstechniker.

Hanf sei bereits vor Jahrtausenden in Asien und Indien zur Herstellung von Seilen, Papier und Textilien verwendet worden. Von dort aus verbreitete sich die Pflanze nach Europa und in die USA. Neben Flachs sei Hanf die wichtigste Industriepflanze gewesen. In Deutschland sei der berauschende Hanf 1929 verboten worden. Die Abgabe in Apotheken sei jedoch bis 1971 möglich gewesen. Erst im Zuge der Studentenrevolte sei der Verkauf von Hanf in Deutschland vollständig verboten worden.

1982 folgte das Verbot des Hanfanbaus, wodurch die Verwendung der ältesten Kulturpflanze nicht mehr möglich war. Ausgehend von den USA fand Hanf als Nutzpflanze im selben Jahrzehnt immense Beachtung. Auslöser für diese Entwicklung war das 1985 erschienene Werk „Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf“. Infolge des Drucks rückte Hanf als Nutzpflanze erneut in den Fokus und der Anbau von Hanfsorten mit einem THC- Gehalt unter 0,2 % wurde in Europa legalisiert.

Heute sei zwar der Anbau, Besitz und Handel von Rauschhanf strafrechtlich verfolgt, anderseits sei der Anbau von Nutzhanf erlaubt. „Aufgrund der hohen Nachfrage nach Hanffasern für verschiedenste Branchen werden die Anbauflächen von Hanf zukünftig stark zunehmen“, prognostiziert Geibel. Als Industriehanf werden alle Sorten der Gattung Cannabis sativa verwendet. Im Vergleich zu den als Rauschmittel verwendeten Hanfarten enthalte Industriehanf deutlich weniger Tetrahydrocannabinol (THC). Neben den Fasern werden auch die Samen, Blätter, Blüten und die Schäben des Industriehanfs zur weiteren Verarbeitung genutzt. Aus ihnen entstehen nicht nur Baustoffe, wie Dämmungen und Leichtbauplatten, sondern auch Textilien, Hanföl und Hanfsaft. Damit werden ca. 97 Prozent der Hanfpflanze verarbeitet.

„Hanf ist extrem reißfest, stark resistent gegenüber temporärer Wasser- und Feuchtigkeitsbelastung, zugleich leicht und bindet zudem sehr viel CO2“, preist Geibel die Vorzüge. Hanf als Dämmstoff harmonisiere den Feuchtigkeitshaushalt im Baukörper. „All diese Eigenschaften machen Hanf zu einem beliebten ökologischen Baustoff“, so Geibel. Hanfpellets würden darüber hinaus über den gleichen Brennwert wie Holzkohle verfügen, tragen aber im Gegensatz dazu nicht zum Treibhauseffekt bei.

Hanf in der Landwirtschaft
Hanf stellt laut Geibel keine besonderen Ansprüche an die Bodenqualität und gedeiht fast überall. „Am besten geeignet sind allerdings tiefgründige, humöse, kalkhaltige Böden mit guter Wasserversorgung, die neutral bis leicht basisch sein sollten“, weiß der Hanf-Experte. Hanf stelle keine besonderen Ansprüche an die Vorfrucht, gelte aber selbst als gute Vorfrucht hinsichtlich der Unterdrückung von Unkraut, der Auflockerung des Bodens durch sein verzweigtes Wurzelsystem und seiner hohen Selbstverträglichkeit. „Hanf eignet sich hervorragend zur Rekultivierung und Reaktivierung ausgelaugter Bodenflächen.“ Darüber hinaus bestehen weitere Vorteile für die Landwirtschaft: Es sei keine Unkrautbekämpfung und kein Pflanzenschutz erforderlich. Ein weit verzweigtes und tiefes Wurzelsystem verbessere die Böden. Sogar ein wiederholter Anbau am gleichen Acker sei möglich. Hanf keime rasch und verdränge Unkraut. Dieser Aspekt sei besonders für Bio-Bauern interessant. Stroh-Reststoffe lassen sich zudem als wertvoller organischer Dünger verarbeiten, so Geibel.

Cannabis Verband Bayern startet Volksbegehren in Bayern
Mehr Klarheit: Der Cannabis Verband Bayern (CVB) hat Mitte Dezember 2019 sein Volksbegehren „Ja zum Hanf als Rohstoff“ begonnen. „Hanf ist in der deutschen Rechtsordnung immer noch als Betäubungsmittel klassifiziert, die ganze Hanf-Branche braucht Klarheit“, fordert Wenzel Cerveny, Vorsitzender des Cannabis Verbandes Bayern. Mit Unterstützung der FDP Bayern und der Jungen Liberalen Bayern will der CVB bis März 2020 mehr als 25.000 Unterschriften im Freistaat sammeln.

Unbestimmte Begriffe und missverständliche Formulierungen im deutschen Betäubungsmittelgesetz (BtmG) führen Cerveny zufolge dazu, dass es zu einer uneinheitlichen und aus Bürgersicht oft willkürlichen Rechtsprechung kommt. Deshalb will Cerveny mit einem Volksbegehren eine bayerische Auslegung für das Betäubungsmittelgesetz schaffen. Insbesondere will er für die Hanfbranche Klarheit schaffen, welche Hanfprodukte verkauft werden dürfen.Hanf gilt nach wie vor als Betäubungsmittel, das grundsätzlich weder verkehrsfähig noch verschreibungsfähig ist.

Hanfpflanzen und -pflanzenteile sind laut EU-Verordnung nur dann als legales Produkt anzusehen, wenn sie aus dem Anbau in Ländern der Europäischen Union mit zertifiziertem Saatgut von Sorten stammen oder „ihr Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC) 0,2 Prozent nicht übersteigt und der Verkehr mit ihnen ausschließlich gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken dient, die einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen“. Damit scheidet für Cerveny jeder legale Verkauf an private Endkunden aus, sofern es sich nicht um Produkte aus Hanfsamen oder Hanfsamen selbst handelt. Samen unterliegt nicht dem Betäubungsmittelgesetz. Für Hanfaroma-Extrakte aus Blüten (Geschmacksstoff bei Eistee) und andere Hanfblüten-Extrakte (CBD-Öl) gibt es laut Cerveny keine klaren Vorgaben. Deshalb fordert er Klarheit.

Bildtext: Starke Faser als ökologischer Baustoff fürs Wohlfühlklima: Jens Geibel macht sich für den Einsatz von Hanf beim Bauen stark (Foto: Josef König für CVB) Foto-Download: Foto 1 Jens Geibel
Foto 2 Jens Geibel

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+ + + Teuere Kfz-Schilder: Markt-Polizei geht gegen Schilderpräger vor + + +

Bundeskartellamt verhängte Bußgelder wegen wettbewerbswidriger Praktiken beim Verkauf von Kfz-Kennzeichen

BONN (23.12.19/jk) - Die Markt-Polizei greift durch: Das Bundeskartellamt hat Bußgelder in Höhe von insgesamt rund acht Millionen Euro gegen die Christoph Kroschke GmbH, die EHA Autoschilder GmbH, die Astorga Fritz Lange GmbH & Co. Schilder und Stempelfabriken KG und die Tönjes Holding AG sowie gegen fünf persönliche Betroffene wegen wettbewerbswidriger Praktiken beim Verkauf von geprägten Kfz-Kennzeichen an Endkunden in Deutschland verhängt. Dies teilte die Wettbewerbsbehörde am Montag in Bonn mit.

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Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, sagt dazu: „Zumindest seit dem Jahr 2000 bis Anfang 2015 haben Vertreter führender Schilderpräger-Unternehmen den Wettbewerb auf den lokalen Märkten für den Verkauf von geprägten Kfz-Kennzeichen beschränkt. Die Unternehmen haben sich über wettbewerblich relevante Informationen ausgetauscht und auf verschiedene Weise miteinander kooperiert. Hervorzuheben sind hierbei sogenannte „Kostenstellenvereinbarungen“, mittels derer die Unternehmen untereinander abgesprochen haben, wer von ihnen jeweils auf einem bestimmten lokalen Markt eine Prägestelle betreiben durfte und welche Unternehmen hierauf verzichten mussten. Für die so bestimmte Prägestelle wurden anschließend Erträge, Kosten und Gewinne vergemeinschaftet, um dadurch das unternehmerische und wettbewerbliche Risiko auszuschließen.“

Endverbraucher, die ein Kraftfahrzeug zulassen wollen, müssen zunächst in einer Zulassungsstelle die Kfz-Zulassung beantragen und im Anschluss die Kennzeichen bei einem Schilderpräger anfertigen lassen. In den Prägestellen wird auf besonderen Maschinen das gewünschte Kennzeichen aufgebracht und das fertige Kfz-Kennzeichen – noch ohne TÜV‑Prüfplakette und amtliches Siegel – an den Kunden verkauft. Das geprägte Kennzeichen muss danach wieder der Zulassungsstelle vorgelegt werden, um dort die amtlichen Siegel aufbringen zu lassen. Das gesamte Marktvolumen für geprägte Kfz-Kennzeichen umfasst rund 25 Millionen Kfz-Kennzeichen jährlich. Der Verkaufspreis an den privaten Endkunden lag im Tatzeitraum bei ca. 20 bis 30 Euro pro Kennzeichenpaar. Die wettbewerbswidrigen Kooperationen fanden – in unterschiedlicher Ausprägung und mit unterschiedlicher Beteiligung – auf ca. 40 Prozent der mehr als 700 lokalen Schilderprägermärkte in Deutschland statt.

Alle betroffenen Unternehmen und persönlich Betroffenen haben den vom Bundeskartellamt ermittelten Sachverhalt als zutreffend anerkannt und einer einvernehmlichen Verfahrensbeendigung zugestimmt. Dies wurde bei der Bußgeldfestsetzung ebenso berücksichtigt wie die Tatsache, dass sie – mit Ausnahme der Astorga Fritz Lange GmbH & Co. Schilder und Stempelfabriken KG sowie eines persönlich Betroffenen – während des Verfahrens mit dem Bundeskartellamt kooperiert haben.

Gegen acht weitere Unternehmen werden die Ermittlungen aus Ermessensgründen eingestellt.

Die verhängten Bußgelder sind noch nicht rechtskräftig. Gegen die Bescheide samt der in ihnen getroffenen Feststellungen kann Einspruch eingelegt werden, über den das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheidet.

Ein Fallbericht mit den Inhalten des § 53 Abs. 5 GWB wird in Kürze auf der Internetseite des Bundeskartellamtes veröffentlicht.



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+++ „Bonpflicht für Bäcker ist Unsinn“ +++

MdB Nicole Bauer spricht sich gegen die Kassenbonpflicht für das Kleingewerbe aus


LANDSHUT (19.12.19) – Die FDP-Bundestagabgeordnete Nicole Bauer hält die ab Januar 2020 durch die Abgabenordnung geltende Bonpflicht für kleine Betriebe wie Bäckereien und Metzgereien für ausgemachten Unsinn: bürokratisch, teuer und geschäftsschädigend, lautete Bauers vernichtendes Urteil.

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Daher will die FDP die Belegausgabepflicht verhindern. Bauer besuchte jüngst die Sagbergermühle in Bruckberg. Dort wird das Mehl für die heimischen Bäckereien hergestellt - allerdings unter hohen bürokratischen Hürden, die Mühlenbesitzer Rudolf Sagberger deutlich zusetzen.

Zuvor hatte Bauer bereits den Stand des niederbayerischen Bäckers „Bachmeier“ auf der Kölner Ernährungsmesse „Anuga“ besucht: auch hier waren die Klagen über den Bürokratismus hoch. „Es zieht sich durch wie ein roter Faden: der Mittelstand wird peu à peu durch den Regulierungswahn der GroKo ruiniert“, prangerte Bauer an. Die Freien Demokraten hingegen setzten sich dafür ein, in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs beim „Rückgrat der Wirtschaft“ – dem Mittelstand – für Entlastungen zu sorgen.

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Die niederbayerische FDP-Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer spricht sich gegen die Kassenbonpflicht für das Kleingewerbe aus.


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+++ „FDP kommt wieder zurück in den Kreistag“ +++

Kreisvorsitzender Dominik Heuwieser einstimmig zum Spitzenkandidaten gewählt/Liste für den Rottaler Kreistag aufgestellt


BAD BIRNBACH (10.11.19/pm) – Die Freien Demokraten streben wieder zurück in den Rottaler Kreistag. „Liberale Politik ist auch in der Kommunalpolitik gefragt“, sagte FDP-Kreisvorsitzender Dominik Heuwieser. Der 34-jährige wurde von der Mitgliederversammlung am Samstag im Arterhof in Bad Birnbach einstimmig zum Spitzenkandidaten für die Kreistagswahl am 15. März 2020 gewählt.

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Die FDP steht laut Heuwieser nach sechsjähriger Abstinenz wieder bereit. Nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag und dem Landtag 2013 habe man verzichtet, bei der letzten Wahl anzutreten. Nach dem Comeback der Liberalen auf Bundes- und Landesebene sei es an der Zeit, auch auf Landkreisebene konstruktiv mitzuarbeiten. Im ländlich geprägten Rottal geht es für Heuwieser darum, jungen Leute eine Perspektive zu geben. Mittelständische Unternehmen könnten das Personal nur in der Gegend halten, wenn eine gute Infrastruktur und ein entsprechendes Lebens- und Freizeit-Umfeld vorhanden seien. „Gute Lebensverhältnisse für alle Generationen, kann es langfristig nur geben, wenn die Jungen Menschen in der Region bleiben anstatt in die Metropolen abwandern.“, betonte Heuwieser.

Der FDP-Landtagsabgeordnete Alexander Muthmann (Freyung) erinnerte am Jubiläumsdatum „30 Jahre Mauerfall“ und dem Ende der DDR daran, dass Freiheit nicht selbstverständlich sei. Es bedarf eines bürgerlichen Einsatzes für die Freiheit. „Leben in Freiheit heißt aber auch Verantwortung für diese Freiheit“, betonte Muthmann. Deshalb sei es auch richtig und wichtig, liberale Politik in den kommunalen Parlamenten stärker zur Geltung zu bringen. Muthmann machte deutlich, dass im bayerischen Landtag häufig Politik für die Metropolen gemacht werde. Der ländliche Raum komme etwa beim Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu kurz. „Wenn in München die U-Bahn davonfährt, kommt in fünf Minuten der nächste Zug. Auf dem Land sei der Zug meistens für den ganzen Tag abgefahren. Ein 365-Euro-Ticket (also ein Euro pro Tag) bringt laut Muthmann wenig, wenn die Strukturen nicht verbessert werden. Deshalb sieht er den Vorschlag von Ministerpräsident Söder skeptisch, dass der Freistaat zwei Drittel der Kosten für ein solches Ticket übernehmen will.

Unter der Wahlleitung der niederbayerischen FDP-Bezirksvorsitzenden Maria Raum (Siegenburg) gingen die Abstimmung über die Bühne. Alexander Muthmann, MdL, Matthias Tobler, stellvertretender JuLi-Bezirksvorsitzender und Franz Rothlehner unterstützten sie bei der Abwicklung.

Die Kandidaten für die Rottaler FDP-Kreistagsliste: 1. Dominik Heuwieser (Unterdietfurt), 2. Theresia Rauschhuber (Gangkofen), 3. Claus Rothlehner (Eggenfelden), 4. Sabrina Heuwieser (Unterdietfurt), 5. Josef König (Pfarrkirchen), 6. Oliver Niebler (Simbach am Inn), 7. Lea Skapetze (Stubenberg), 8. Thomas Dunst (Wurmannsquick), 9. Sigmund Stieber (Eggenfelden), 10. Anna Weiß (Taufkirchen), 11. Alexander Weggartner (Simbach am Inn), 12. Phil Achter (Bad Birnbach), 13. Franz Rutzinger (Taufkirchen), 14. Walter Gaßlbauer (Unterdietfurt), 15. Bernhard Rauschhuber (Gangkofen), 16. Florian Pichlmayr (Eggenfelden), 17. Stefanie Gaßlbauer (Unterdietfurt), 18. Manfred Pfannes (Wurmannsquick), 19. Elfriede Heuwieser (Unterdietfurt), 20. Andreas Rauschhuber (Gangkofen), 21. Willibald Weiß (Taufkirchen), 22. Gerhard Fux (Gangkofen).

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Die Rottaler FDP will wieder in den Kreistag zurück. Dafür haben die Freien Demokraten am Samstag im Arterhof die Kandidatenliste aufgestellt (v.l.) Alexander Muthmann, MdL, Claus Rothlehner (Eggenfelden/3. Platz), Sabrina (4.) und Spitzenkandidat Dominik Heuwieser (beide Unterdietfurt), Theresia Rauschhuber (Gangkofen/2. Platz), Josef König (Pfarrkirchen/5. Platz) und die niederbayerische FDP-Bezirksvorsitzende Maria Raum (Siegenburg). (Foto: Matthias Tobler)

Pressefach FDP Rottal-Inn













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