+ + + Im Gerichtssaal entscheidet das Recht – in der Öffentlichkeit die Schlagzeile
Zur medialen Dynamik öffentlich geführter Strafverfahren
MÜNCHEN (02.03.26/Von Dipl.-Kfm. Josef König/Pressebüro König ) - „Jemand musste Josef K. verleumdet haben …“ Mit diesem Satz beginnt Franz Kafka seinen Roman Der Prozess. Josef K., Bankangestellter, wird eines Morgens verhaftet – ohne zu wissen, warum. Und doch steht er bis heute als literarisches Symbol für das Gefühl, einem Verfahren ausgeliefert zu sein, dessen Regeln er nicht kennt. Franz Kafkas Josef K. ist das literarische Beispiel eines Angeklagten, der nicht nur juristisch, sondern kommunikativ isoliert ist. Er versteht weder die Anklage noch die Mechanismen des Verfahrens. Vor allem aber fehlt ihm jede Möglichkeit, seine Sicht der Dinge wirksam zu platzieren. Er reagiert, statt zu gestalten. Er wird beschrieben, statt selbst zu sprechen. Genau darin liegt seine Ohnmacht. Kafka schrieb über die Undurchsichtigkeit staatlicher Macht. Heute ist das Problem nicht mehr Intransparenz. Heute sind es Öffentlichkeit und Medien. Das moderne Verfahren ist sichtbar – aber Sichtbarkeit ersetzt keine Verständlichkeit.
Wenn der Rammbock zur Nachricht wird
Wer als Unternehmer jemals eine Razzia um sieben Uhr morgens erlebt hat, weiß: Das eigentliche Verfahren beginnt nicht mit der Anklage. Es beginnt mit dem Geräusch des Rammbocks. Vermummte Beamte, Blaulicht, Nachbarn am Fenster, erste Fotos in Messenger-Gruppen. Minuten später stehen Online-Portale bereit. Noch bevor eine Anklage erhoben ist, steht der Name im Netz. Noch bevor ein Richter befasst ist, ist das Urteil im Kommentarbereich gefällt.
Der Rechtsstaat kennt die Unschuldsvermutung. Die Öffentlichkeit kennt den Verdacht.
Josef K. hatte keine Presse. Heute gibt es sie – und genau das verändert die Dynamik. Wer nicht spricht, wird beschrieben. Wer keine Einordnung liefert, überlässt anderen die Deutung.
Die mediale Logik des Verfahrens
Straf- und Ermittlungsverfahren sind heute nicht nur juristische Prozesse – sie sind mediale Ereignisse. Staatsanwaltschaften kommunizieren aktiv, veröffentlichen Pressemitteilungen, laden Journalisten ein. Transparenz ist richtig und notwendig. Doch Transparenz erzeugt Aufmerksamkeit – und Aufmerksamkeit erzeugt Deutung.
Vor Gericht gelten die Gesetze des Strafrechts – in der Öffentlichkeit gelten die Gesetze der Medien. Im Gerichtssaal entscheidet Beweisrecht. Im öffentlichen Raum entscheidet Dramaturgie.
Tempo schlägt Differenzierung. Schlagzeile schlägt Sachverhalt. Ein „Kein Kommentar“ wird schnell als Schuldeingeständnis gelesen. Eine laufende Ermittlung wird moralisch aufgeladen, bevor sie juristisch geprüft ist.
Kafka zeigt einen Angeklagten, der im Labyrinth des Verfahrens verschwindet. Heute besteht die Gefahr weniger im Labyrinth der Akten, sondern im Sog der öffentlichen Wahrnehmung. Das Verfahren entfaltet eine zweite Dynamik – eine kommunikative.
Die eigentliche Strafe heißt Vertrauensverlust
Die ökonomische Forschung zeigt, wie gravierend diese Dynamik ist. Studien von Karpoff, Lee und Martin belegen, dass Reputationsverluste im Durchschnitt mehr als das Siebenfache der verhängten Strafen betragen. Armour, Mayer und Polo kommen im Finanzsektor auf Marktwertverluste, die etwa neunmal höher sind als die Geldbußen. Kurzfristig verlieren Unternehmen bei schweren Vorwürfen im Schnitt rund neun Prozent ihres Börsenwerts binnen weniger Tage.
Das bedeutet: Nicht das Urteil zerstört Vertrauen – sondern die öffentliche Wahrnehmung. Die Kapitalmärkte reagieren oft binnen Stunden. Kunden und Geschäftspartner reagieren nicht auf den Tenor eines Urteils, sondern auf das Bild, das sich in ihren Köpfen festsetzt.
Die Forschung ist konsistent:
• Märkte sanktionieren Vertrauensverlust härter als Gerichte.
• Reputationsschäden wirken langfristig – bei Investoren, Mitarbeitern und Kunden.
• Persönliche Karrieren von Managern werden häufig dauerhaft beschädigt, selbst bei späterer Entlastung.
Öffentlichkeit als zweite Instanz
In politisch sensiblen Branchen wird ein Ermittlungsverfahren schnell zur Symbolhandlung. Je nach Kontext kann es als Zeichen staatlicher Härte oder als Übergriff wahrgenommen werden. Die Bilder – nicht die Paragrafen – prägen die Debatte.
Das Strafrecht entscheidet über Schuld. Die Öffentlichkeit entscheidet über Zukunft.
Kafka ließ Josef K. im Ungewissen zurück. Nicht die Schuld war entscheidend, sondern das Gefühl, dass sich das Verfahren seiner Kontrolle entzogen hatte. Seine Tragik lag im Verlust der eigenen Stimme.
Heute sind Verfahren nicht mehr geheim, sondern öffentlich. Doch Öffentlichkeit bedeutet nicht automatisch Fairness. Sie folgt eigenen Regeln: Geschwindigkeit, Dramaturgie, Vereinfachung.
Das Urteil des Gerichts kommt am Ende.
Das Urteil der Öffentlichkeit fällt zuerst –
und es wirkt oft länger.
Literatur:
Karpoff, J. M., Lee, D. S., & Martin, G. S. (2008). The cost to firms of cooking the books. Journal of Financial and Quantitative Analysis, 43(3), 581–611.
Armour, J., Mayer, C., & Polo, A. (2017). Regulatory sanctions and reputational damage in financial markets. Journal of Financial and Quantitative Analysis.
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+ + + Remis gegen Landau-Dingolfing – Spitze verteidigt + + +
Schachclub Rottal-Inn bleibt Tabellenführer der Niederbayernliga
Eggenfelden (08.02.26)- Der Schachclub Rottal-Inn hat in der sechsten Runde der Niederbayernliga seine Tabellenführung behauptet. Gegen den SK Landau-Dingolfing erkämpfte das Rottaler Oktett ein hart umkämpftes 4:4-Unentschieden und bleibt damit weiterhin an der Ligaspitze.
Die Begegnung in der Eggenfeldener Sportgaststätte begann ausgeglichen. An den Brettern acht und sechs einigten sich zunächst Gerhard Angermeier gegen Michael Süß und Andreas Klinge gegen Giacomo Barone mit ihren Gegnern jeweils auf ein Remis. Beide konnten mit den weißen Steinen keine entscheidenden Vorteile erzielen.
Für den ersten vollen Punkt sorgte Karl-Heinz Jergler gegen Johann Theiß an Brett drei. Er nutzte eine Fesselung geschickt aus und gewann dadurch die Qualität (Turm gegen Springer), was letztlich den Partiegewinn bedeutete. Weniger glücklich verlief die Partie von Hans-Jürgen Lichtmannecker (Brett sieben) gegen Krystian Ofierzynski. Sein mutiger Angriff mit Figurenopfer brachte nicht den gewünschten Erfolg – der Gegner verteidigte sich präzise und holte den Punkt für Landau-Dingolfing.
Sebastian Goller (Brett fünf) musste sich Helmut Fuchsgruber geschlagen geben. Bei dem Versuch, seine Stellung taktisch zu befreien, verlor er einen wichtigen Bauern, was im Endspiel nicht mehr zu kompensieren war. An Brett eins geriet Martin Riediger gegen Manuel Albrecht in Zeitnot und ließ sich dabei unglücklich einen Läufer einsperren – ebenfalls ein Punkt für die Gäste.
Besser lief es für Klaus Wiedmann an Brett vier gegen Bernhard Zinner. Sein Kontrahent verzögerte die Rochade zu lange, was Wiedmann konsequent zu einem starken Angriff nutzte. Ein Qualitätsopfer des Gegners konnte die Niederlage nicht mehr verhindern. Damit blieb es an Brett zwei Patrick Bensch gegen Michael Popp vorbehalten, den wichtigen Ausgleich zu sichern. Nach einigen kritischen Momenten im Mittelspiel behielt er im Endspiel mit Mehrbauern die Nerven und gewann souverän – das Mannschaftsremis war perfekt.
Mit nun 10 Mannschaftspunkten und 28,5 Brettpunkten bleibt der SC Rottal-Inn Tabellenführer vor dem SC Bayerwald Regen/Zwiesel (9 Punkte/27,0 Brettpunkte).
Die zweite Mannschaft des Vereins hatte in der Bezirksliga Ost spielfrei. Der Wettkampf der fünften Runde gegen den SV Deggendorf IV wurde auf Samstag, 14. Februar verlegt.
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+ + + Es geht wieder nach oben + + +
Schachclub Rottal-Inn steigt in Liga fünf auf
Pfarrkirchen (08.02.26) - Nach einem kurzen Zwischentief haben sich die Online-Denksportler des Schachclubs Rottal-Inn eindrucksvoll zurückgemeldet. Drei Runden in Liga sechs hat es gedauert – und das Team mischt wieder ganz vorne mit. Hinter der russischen Mannschaft „Schule Balovnevo“ (161 Punkte) belegten die heimischen Brettstrategen mit 151 Punkten den starken zweiten Platz, noch vor dem tschechischen Team „Nymburk“ (142 Punkte).
Bester Spieler der Runde am Sonntagabend war Michael Tscharotschkin mit 37 Punkten. Ihm folgten Josef König (32), Alexander Plotnikow (22) und Stefan Stumpf (19). Weitere Punkte steuerten robot (12), Eva-Maria Kainz (11), Mr_Tompkins (10) und Sebastian Goller (8) bei.
Insgesamt nahmen 13 Rottaler Denksportler am Turnier teil, das in einem Feld von 91 Spielern ausgetragen wurde. Gespielt wurde im Blitzschach-Format: Jede Partie hatte eine Bedenkzeit von fünf Minuten, das gesamte Turnier lief über eine Dauer von 100 Minuten.
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+++ Cannabis Bündnis Deutschland kämpft um Stadtrats-Zulassung +++
Hanf-Aktivist Wenzel Cerveny sammelt 1.000 Unterstützer-Unterschriften

MÜNCHEN (14.01.26/pm) - Dem Cannabis Bündnis Deutschland läuft die Zeit davon: Bis Montag, 19. Januar, 12 Uhr, benötigt die Partei 1.000 gültige Unterstützer-Unterschriften, um zur Münchner Kommunalwahl 2026 zugelassen zu werden. Nach Angaben des Bündnisses liegen bislang rund 50 Unterschriften vor. Nun wirbt Gründer und Bundesvorsitzender Wenzel Cerveny (64) für Unterstützung und appelliert an die demokratische Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.
Um Aufmerksamkeit zu erzeugen, setzt der Hanf-Aktivist auf ungewöhnliche Mittel: In einem hanfgrünen Hanf-Kostüm wirbt er an Infoständen in der Münchner Innenstadt gegen die aus seiner Sicht fortgesetzte Cannabis-Blockadepolitik der bayerischen Staatsregierung. Der direkte Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern stehe dabei im Vordergrund.
Cerveny will als Spitzenkandidat für den Münchner Stadtrat antreten. Er kündigt an, eine sachliche und faktenbasierte Stimme in das kommunale Parlament einbringen zu wollen – jenseits von Stigmatisierung und ideologischen Blockaden. „Demokratie lebt vom Mitmachen“, sagt Cerveny. Unterstützer-Unterschriften seien kein Parteibekenntnis, sondern Voraussetzung dafür, dass Wählerinnen und Wähler überhaupt eine zusätzliche politische Option auf dem Stimmzettel hätten.
Seit mehr als elf Jahren engagiert sich Cerveny für Aufklärung rund um das Thema Cannabis. Dieses Engagement will er mit dem Cannabis Bündnis Deutschland nun auf kommunaler Ebene fortsetzen. Inhaltlich setzt die Partei nach eigenen Angaben auf Prävention, Jugendschutz, öffentliche Ordnung und eine Politik, die gesellschaftliche Realität anerkennt. Cannabis sei dabei kein Randthema, sondern ein Beispiel für den Bedarf an sachlichen Debatten und klaren Regeln.
Für die Zulassung zur Wahl schreibt das Kommunalwahlrecht 1.000 gültige Unterstützer-Unterschriften vor. Diese können von wahlberechtigten Münchnerinnen und Münchnern unabhängig von einer späteren Wahlentscheidung geleistet werden. „Es geht um demokratische Vielfalt“, betont Cerveny. „Nicht um Zustimmung, sondern um Zulassung.“
Das Cannabis Bündnis Deutschland informiert über Standorte und Zeiten der Bürgerbüros sowie über geplante Infostände. Aktionen sind vom 14. bis 17. Januar unter anderem in der Sendlinger Straße, am Marienplatz und am Odeonsplatz vorgesehen.
Mit seinem Aufruf richtet sich das Bündnis an alle Münchnerinnen und Münchner – unabhängig von ihrer persönlichen Haltung zu Cannabis. Ziel sei es, neue politische Stimmen zuzulassen und demokratische Auswahl zu ermöglichen. Die Frist dafür rückt nun näher.
Über das Cannabis Bündnis Deutschland
Das Cannabis Bündnis Deutschland (CBD) ist eine bundesweit organisierte Partei, die sich für eine vollständige Legalisierung von Cannabis und eine faktenbasierte Drogenpolitik einsetzt. Gegründet wurde die Partei am 23. November 2024 in München-Aschheim, seit Mai 2025 tritt sie unter dem Namen Cannabis Bündnis Deutschland auf. Der bayerische Landesverband besteht seit Januar 2025.
Bundesvorsitzender und Gründer ist der Münchner Hanfaktivist Wenzel Vaclav Cerveny (64). Er engagiert sich seit vielen Jahren für Aufklärung und politische Reformen im Bereich der Cannabispolitik. 2014/2015 initiierte er das bayerische Volksbegehren zur Legalisierung von Cannabis. Zudem war er Organisator mehrerer Cannabismessen in München und gründete die Einzelhandelskette HANF.com.
Bildtext:
Im hanfgrünen Kostüm wirbt Legalisierungsaktivist Wenzel Cerveny (64) in München für Unterstützer-Unterschriften zur Stadtratswahl.(Foto: CBD-Partei).
CBD-Partei
Pressefach CBD-Partei
+ + + Rollende Zeitzeugen der Feuerwehrgeschichte + + +
Zurückgeholt, restauriert, fahrbereit: Museum zeigt in Pfarrkirchen historische Einsatzfahrzeuge

Pfarrkirchen (10.01.2026/jk) – Kutschen mit handbetriebenen Pumpen um 1880, frühe motorisierte Löschfahrzeuge und seltenes historisches Zubehör: Nach Jahrzehnten sind bedeutende Zeugnisse der Feuerwehrgeschichte nach Pfarrkirchen zurückgekehrt. Ein Förderverein hat alle noch verfügbaren sieben historischen Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr zusammengeführt und in einem 300 Quadratmeter großen Museum öffentlich zugänglich gemacht – darunter auch das erste motorisierte Fahrzeug der Wehr aus dem Jahr 1927.
„Jedes dieser Fahrzeuge steht für Mut, gelebten Zusammenhalt und den technischen Weg der Feuerwehr über mehr als ein Jahrhundert“, sagt Vereinsvorsitzender Heinz Hohenthaner (68). Was als Initiative engagierter Feuerwehrkameraden begann, entwickelte sich zu einem in Bayern einzigartigen Projekt. Der 1996 gegründete Verein „Freunde der alten Feuerwehr Pfarrkirchen“ zählt heute 73 Mitglieder, die ehrenamtlich die Sammlung betreuen. Die Stadt Pfarrkirchen unterstützt das Projekt seit Jahren. „Der Verein leistet einen außergewöhnlichen Beitrag zur Pflege des historischen Feuerwehrwesens und damit zu unserer Stadtgeschichte“, lobt der erste Bürgermeister Wolfgang Beißmann.
Schmuckstück der Sammlung: Opel LW10 von 1927
Auslöser der Sammelleidenschaft war der große Zuspruch zum Oldtimerfestzug im Jahr 1990. Damals nahmen rund 100 historische Fahrzeuge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teil, darunter ein Opel LW10 von 1927. Ein Meilenstein folgte 2000, berichtet Vereinsvorsitzender Heinz Hohenthaner, als dem Verein das erste motorisierte Einsatzfahrzeug zum Kauf angeboten worden sei. Der Opel LW10 mit dem einzigartigen Aufbau des Pfarrkirchner Karosseriebauers Franz Xaver Harlander leistet 40 PS, verfügt über 2595 Kubikzentimeter Hubraum und ist mit einer Pumpe der Firma Gugg & Söhne aus dem oberösterreichischen Braunau am Inn ausgestattet. Der Kaufpreis betrug zu dieser Zeit 21.000 Mark (rund 11.000 Euro).
Ein weiterer wichtiger Schritt war der Erwerb eines Tanklöschfahrzeugs von 1955, das mit über 1.400 ehrenamtlichen Arbeitsstunden restauriert worden sei, erzählt Vereinsmitglied Peter Wilhelm-Reiter. Später ist ein Opel Blitz von 1940 hinzugekommen, der nach wechselvoller Geschichte – unter anderem als Werbefahrzeug in Augsburg – zurück nach Pfarrkirchen geholt worden sei. Nicht alle Fahrzeuge konnten gerettet werden: „Ein Löschfahrzeug gilt nach dem Verkauf auf den afrikanischen Kontinent als verloren“, weiß der Vorsitzende.
Zur Sammlung gehören außerdem historisches Löschzubehör, Spritzen, Schläuche, Atemschutzanzüge, handgezogene Feuerwehrkutschen ab etwa 1880 sowie eine handbetriebene, fahrzeugmontierte Drehleiter von 1901. Seit 2007 sind die Exponate in einer Halle im Stadtteil Höckberg untergebracht, ein Erweiterungsbau wurde im vergangenen Jahr fertiggestellt. Ab Mitte 2026 steht die volle Ausstellungsfläche von rund 300 Quadratmetern zur Verfügung.
Alle Museumsstücke sind fahrbereit, TÜV-geprüft sowie technisch und optisch aufbereitet. Sie werden bei Oldtimertreffen gezeigt und können für Hochzeiten oder Veranstaltungen von Blaulicht-Organisationen gemietet werden. Das Museum zieht Besucherinnen und Besucher aus dem gesamten niederbayerischen Raum und dem Bäderdreieck an.
Öffnungszeiten: nach Voranmeldung
Info: Feuerwehrmuseum Pfarrkirchen, Schlesierring 14, 84347 Pfarrkirchen
Heinz Hohenthaner, Tel. 0171/2336376, www.alte-feuerwehr-pan.de

Bildtext: Rollende Zeitzeugen der Brandbekämpfung ab 1880 sind im Feuerwehrmuseum Pfarrkirchen zu sehen. Vorsitzender Heinz Hohenthaner (Bild rechts) und Vereinsmitglied Peter Wilhelm-Reiter präsentieren die Schätze der Sammlung. (Foto: Josef König/Pressebüro König/honorarfrei).
+ + + Kartellamt genehmigt Übernahme von Mediengruppe Oberfranken + + +
Mediengruppe Bayern darf Wettbewerber übernehmen – Behörde sieht keine marktbeherrschenden Effekte
BONN/Passau (10.12.2025/jk) – PNP schluckt Fränkischen Tag: Das Bundeskartellamt hat der Übernahme der Mediengruppe Oberfranken (MGO) durch die Mediengruppe Bayern (MGB) zugestimmt. Wie die Bonner Wetttbewerbsbeörde heute mitgeteilt hat, sei die Freigabe im Vorprüfverfahren erfolgt. Beide Medienhäuser sind in unterschiedlichen Regionen Bayerns aktiv, weshalb aus Sicht der Behörde keine wettbewerblichen Probleme entstehen. Die MGB verlegt unter anderem die „Passauer Neue Presse“, den „Donaukurier“ und die „Mittelbayerische Zeitung“. Die MGO publiziert den „Fränkischen Tag“, das „Coburger Tageblatt“, die „Bayerische Rundschau“ und die „Saale-Zeitung“ und ist zudem im Radio-, Online- und Druckbereich engagiert.
Kartellamtspräsident Andreas Mundt erklärte, der Zusammenschluss sei aus wettbewerblicher Sicht unbedenklich. Da beide Verlagsgruppen ihre Tageszeitungen in verschiedenen Teilen des Freistaats herausgeben, bestehe kein direktes Wettbewerbsverhältnis. Auch hinsichtlich weiterer Tätigkeitsfelder wie Radio, Onlineportalen oder Druckdienstleistungen ergäben sich laut Bundeskartellamt keine Bedenken.
Bei Fusionen von Zeitungsverlagen prüft die Behörde regelmäßig die Auswirkungen auf Leser- und Anzeigenmärkte. Entscheidend sei, ob Lesende und werbetreibende Unternehmen ausreichend Ausweichmöglichkeiten hätten. Die publizistische Vielfalt selbst sei hingegen kein kartellrechtlicher Maßstab und spiele bei der Entscheidung keine Rolle.
Foto: Bundeskartellamt
+++ Graue Zellen in Bestform:
Schweizer Sergey Perman triumphiert in Bad Griesbach
+++
Endergebnis auf Chess-Result
Bad Griesbach (25.11.25/jk) – Schweizer Coup im niederbayerischen Kurort: Sergey Perman (Elo 2171) hat das 27. Jung-Senioren-Schach-Open mit einem starken Auftritt für sich entschieden. Der 58-Jährige, nur als Nummer fünf gesetzt, spielte sich mit 5,5 Punkten an die Spitze eines ausgeglichenen Feldes und schnappte sich dank bester Buchholzwertung den Titel. Ein abgeklärtes Schlussrunden-Remis gegen GM Nikolay Legky reichte, um sich gegen 72 weitere Denksportlerinnen und Denksportler durchzusetzen.
Sergey Perman spielt seit seinem zehnten Lebensjahr Schach, orientiert sich stilistisch an Mikhail Tal und bevorzugt geschlossene Systeme wie 1.d4, c4 oder Sf3. Die Schachgesellschaft Zürich, für die der Geschäftsmann antritt, ist mit Gründung 1809 der älteste Schachverein der Welt. Zum zweiten Mal in Bad Griesbach am Start – im Vorjahr noch Vierter – hat er heuer eindrucksvoll bewiesen, dass er im internationalen Feld um den Turniersieg kämpfen kann.
Hinter Perman folgten Dieter Migl (Stuttgarter SF), GM Nikolay Legky und IM Josef Pribyl (Bamberg/CZ), die ebenfalls auf 5,5 Punkte kamen. Migl, seit mehr als 25 Jahren ein gefürchteter und konstanter Bundesliga-Spieler, sicherte sich seinen Platz im Spitzenquartett mit einem wichtigen Schlussrundensieg gegen den zweimaligen Griesbach-Sieger IM Dieter Pirrot. Pribyl war nach einer Autopanne erst ab Runde zwei eingestiegen, punktete dann aber beeindruckend. Pirrot wiederum musste nach einer Auftaktniederlage gegen WFM Maria Horvath früh Federn lassen und landete am Ende auf Rang zehn.
Starke regionale Leistungen
Bester Oberbayer wurde Helmut Stoehr (TV Altötting), der mit 4,5 Punkten Platz 14 erreichte und in der Schlussrunde gegen Gunnar Johnsen remisierte. Als bester Niederbayer landete Michael Müller (Bayerwald Regen/Zwiesel) mit 4,0 Punkten auf Rang 23.
Beste Dame wurde WFM Maria Horvath (AUT) mit 4,5 Punkten auf Platz 15, die in der Startrunde IM Dieter Pirrot besiegte, Turniergewinner von 2021 und 2023.
Harmonisches Turnier – starke Beteiligung
Organisator Josef König lobte den insgesamt disziplinierten und fairen Verlauf des Turniers. Trotz rund 250 Partien und der langen Bedenkzeit von 150 Minuten plus 30 Sekunden pro Zug blieb der Aufwand für die Turnierleitung überschaubar. Nationaler Schiedsrichter Simon Staudinger (Aschenau) sprach von „größtenteils sehr korrekten und kooperativen Spielern“, auch wenn es im Verlauf des Turniers einen einzelnen Streitfall zu klären gab.
Bürgermeister und Schirmherr Jürgen Fundke freute sich über die Treue vieler Teilnehmer. Rekordhalter ist Anton König (FC Ergolding) mit 27 Teilnahmen. Ebenfalls seit Jahren Stammgäste sind Peter Sierian, Helmut Stoehr und Reinhold Fritz.
Hoher Frauenanteil – erfreuliches Signal
Die ehemalige Bundestagsabgeordnete Sandra Bubendorfer-Licht (FDP/Ampfing), Stifterin der Damenpreise, hob das starke Abschneiden der Frauen hervor. Neun Spielerinnen unter 72 Teilnehmern bedeuteten einen überdurchschnittlich hohen Anteil: „Das zeigt, wie attraktiv dieses Turnier für Spielerinnen geworden ist.“
Endstand (72 Teilnehmer, 7 Runden, CH-System): 1. Sergey Perman (SG Zürich/SUI) 5,5/27,0; 2. Dieter Migl (Stuttgarter SF) 5,5/25,0/18,5; 3. GM Nikolay Legky (SC Horben/FRA) 5,5/25,0/17,75; 4. IM Josef Pribyl (SC Bamberg/CZ) 5,5/22,0; 5. Robert Hafner (AUT) 5,0/27,0; 6. Matti Svenn (SWE) 5,0/24,0; 7. Lars Blomstrom (SWE) 5,0/22,0; 8. Lars Madebrink (SWE) 4,5/30,0; 9. Jan Fleuren (NED) 4,5/27,5/15,75; 10. IM Dieter Pirrot (Saarbrücken) 4,5/27,5/14,75; 11. Gunnar Johnsen (NOR) 4,5/25,5 (bester Ü80); 12. Dr. Thomas Meier (GER) 4,5/24,0; 13. Peter Benes (CZ/Litomerice) 4,5/23,0/13,75; 14. Helmut Stoehr (TV Altötting) 4,5/23,0/10,75 (bester Oberbayer); 15. WFM Maria Horvath (AUT) 4,5/22,5 (beste Dame); 23. Michael Müller (Bayerwald Regen/Zwiesel) 4,0/23,0/13,25 (bester Niederbayer); 34. Josef Raitner (SC Sonne) 3,5/21,5; 37. Christa Hackbarth (SC Rottal-Inn/AUT) 3,5/20,0/7,25; 48. Nicolae Covaci (SK Passau 1869) 3,0/22,0; 50. Peter Sierian (ESV Pocking) 3,0/20,5/8,75; 51. Johann Mittermaier (SV Deggendorf) 3,0/20,5/6,5; 54. Lev Li (SC Vilshofen) 3,0/18,5; 55. Heinz Ulmer (Landshut) 2,5/21; 56. Anton König (FC Ergolding) 2,5/20,5.
Blitzturnier (7 Runden, 16 Teilnehmer): 1. IM Josef Pribyl (CZ) 6,0/26,5; 2. Matthias Krekel (Sportbund Versbach) 5,5/26,5; 3. Josef König (SC Rottal-Inn) 4,5/27,5; 4. Daniela Iosif-Höllenriegel 4,5/26,0/13,25; 5. Simon Staudinger (SV Deggendorf) 4,5/26,0/13,00; 6. Petr Benes (CZ) 4,5/23,5; 7. Helmut Stoehr (TV Altötting) 4,0/20,0; 8. Peter Dalling (SWE) 4,0/19,5; 9. Rudolf Ring (AUT) 3,0/24,5; 10. Hansjörg Herold (SV Böckingen) 3,0/24,5.
Über das Senioren-Schach-Open Bad Griesbach
Das Jung-Senioren-Schach-Open wird seit 1998 ausgetragen und fand 2025 zum 27. Mal statt. Nur 2001 (11. September) und 2020 (Corona) musste es ausfallen. Veranstalter ist das Pressebüro König (Pfarrkirchen). Der Dank gilt den Sponsoren Wunsch-Hotel OHG, Arcobräu, Hanf.com, Wohlfühltherme Bad Griesbach, AOK Bayern, Barmer, sowie Schirmherr Jürgen Fundke, Bürgermeister der Stadt Bad Griesbach, und Sandra Bubendorfer-Licht, Stifterin der Damenpreise.
Bildtext: Schweizer Sieg an Bad Griesbach Schachbrettern: Sergey Permann (SG Zürich) setzte sich gegen zahlreiche Titelträger durch: 5,5 Punkte aus 7 punktgleich mit einem Quartett.

Siegehrung nach 250 Partien (v.l.): Nationaler Schiedsrichter Simon Staudinger, Bad Griesbachs Bürgermeister Jürgen Fundke, Hotelier Otto Wunsch, Zweiter Dieter Migl (Stuttgart), Sieger Sergey Perman (SG Zürich/SUI), Großmeister Nikolay Legky (FRA) auf Platz drei, beste Dame WFM Maria Horvath (Pamhagen(AUT) und Sandra Bubendorfer-Licht.
Fotos: Josef König
27. Jung-Senioren-Schach-Open Bad Griesbach
Meldestand und Ergebnisse auf "Chess-Result"
+ + + „Das Urteil muss immer ein Mensch fällen“ + + +
Auch wegen KI – Verfahren vor dem Landgericht Regensburg werden immer komplexer

REGENSBURG (30.10.25/jk) - Digitale Schriftsätze, algorithmische Analysen, künstliche Intelligenz – die Justiz steht mitten im Wandel. Doch eines bleibt unverrückbar: „Das Urteil muss immer ein Mensch fällen“, sagte Alfred Huber, Präsident des Landgerichts Regensburg, beim Presseclub-Abend am Donnerstag. Auch am Landgericht Regensburg spüren Richterinnen und Richter die Folgen der Digitalisierung: Verfahren werden umfangreicher, die Akten dicker, die Beweislage komplexer. Welche Chancen und Risiken die KI für die Gerichte bringt – und warum sie den Menschen dennoch nicht ersetzen kann –, darüber diskutierten Huber sowie Oliver Wagner, Vorsitzender Richter und Pressesprecher. Die Moderation übernahm Corinna Ballweg (Bayerischer Rundfunk).
Mehr Verfahren, mehr Seiten, mehr Komplexität
Am Landgericht Regensburg sprechen derzeit 58 Richterinnen und Richter Recht – bei einem Frauenanteil von rund 60 Prozent und einem Durchschnittsalter von 44 Jahren. Das Gericht ist das viertgrößte Landgericht Bayerns von insgesamt 22.
„Wir sehen uns mit immer umfangreicheren Verfahren konfrontiert“, so Präsident Alfred Huber. Im Strafbereich seien 2025 108 Verfahren anhängig gewesen (2024: 134). In zweiter Instanz verhandelte das Gericht 542 Verfahren (2024: 475). Ein Verfahren dauert durchschnittlich 6,5 Monate; im Zivilbereich, wo jährlich rund 2.500 Verfahren bearbeitet werden, liegt die Dauer bei etwa zehn Monaten.
In Strafsachen befasst sich das Landgericht vor allem mit schwereren Delikten, bei denen eine Freiheitsstrafe von mehr als vier Jahren droht. In Zivilsachen landen Streitigkeiten mit einem Streitwert über 5.000 Euro.
„Ein Großteil unserer Urteile hält“, sagt Huber. „Weniger als zehn Prozent gehen in Revision – und nur ein kleiner Teil davon ist erfolgreich.“
KI verändert die Arbeitsweise der Justiz
Richter Oliver Wagner, seit 1. November Pressesprecher des Landgerichts, beschreibt den Wandel anschaulich:
„Früher hatte ein Schriftsatz vielleicht 20 Seiten. Heute sind es 70 oder 80.“
Die Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz seien Chance und Herausforderung zugleich. KI könne juristische Texte formulieren oder Urteile analysieren – manchmal aber auch „unsinnigen Brei“ produzieren, wie Huber es ausdrückt: „Manche KI versteht die Fundstellen nicht. Da muss man schon mal in der Kanzlei anrufen und nachfragen, ob das vielleicht ein früher Entwurf gewesen sei.“
Huber plädiert für eine Anpassung der Zivilprozessordnung (ZPO): „Eine KI für die KI“ müsse Teil künftiger Reformen sein, um mit der Datenflut umgehen zu können.
Trotz aller technischen Möglichkeiten sehen die Regensburger Richter die Verantwortung weiter beim Menschen. „Die Entscheidung muss immer ein Mensch treffen“, betont Huber. „Allenfalls in Teilbereichen kann KI sinnvoll eingesetzt werden.“
Wagner befürchtet, dass die KI künftig eine „Flut an Beweismitteln“ mit sich bringen könnte – und damit zusätzliche Arbeit. Schon heute sei die Zahl der jährlich erledigten Verfahren pro Richter deutlich gesunken: „1996 schaffte ein Richter im Schnitt 15 Verfahren pro Jahr, heute sind es nur noch zehn.“
Große Verlage arbeiten laut Huber daran, ihre KI-Systeme mit rund 50.000 Urteilen zu trainieren. Dennoch bleibe menschliche Erfahrung unersetzlich: „Zehn Jahre Wissensvorsprung sind für den Menschen nicht einzuholen – das ist die große Stärke der Computer. Aber das letzte Wort hat der Richter.“
Bildunterschrift:
Einblick in die Welt der Justiz (v. l.): Oliver Wagner, Vorsitzender Richter und seit 1. November Pressesprecher, Alfred Huber, Präsident des Landgerichts Regensburg, und Moderatorin Corinna Ballweg (Bayerischer Rundfunk). (Foto: Josef König)
+ + + Knapper Auswärtsauftritt der Rottaler Denksportler + + +
4,5:3,5-Erfolg beim SC Vilshofen/1,5:6,5-Klatsche für Zweite in der Bezirksliga Ost

PFARRKIRCHEN (26.10.25) – Die erste Mannschaft des Schachclubs Rottal-Inn bleibt in der Schach-Niederbayernliga weiter auf Erfolgskurs. In einem umkämpften Wettkampf setzte sich das Team beim SC Vilshofen mit 4,5:3,5 Punkten durch und führt nun punktegleich mit dem SV Deggendorf II die Tabelle an.
Schon zu Beginn deutete sich ein ausgeglichener Mannschaftskampf an. Vilshofen trat kompakt auf, nutzte seinen Heimvorteil und lieferte an den vorderen Brettern starke Partien. Doch die Rottaler hielten dagegen – und zeigten, warum sie in dieser Saison zu den erfahrensten Teams der Liga gehören.
Beide Mannschaften boten kämpferisches Schach, doch am Ende bewiesen die Rottaler an mehreren Brettern den längeren Atem. Die Beobachter sahen bald eine 4:1-Führung für die Gäste. An Brett drei sorgte Hans Wagner (DWZ 2072) mit einem souveränen Sieg gegen Günter Mauritz (1770) für die erste Rottaler Führung. Kurz darauf erhöhte Karl-Heinz Jergler (1993) durch einen weiteren Erfolg über Jürgen Wimmer (1756). An Brett sechs teilten sich Christian Stutzke (1715) und Andreas Nöhbauer (1940) die Punkte – ein weiteres Remis, das den Zwischenstand absicherte. Am Spitzenbrett trennten sich Alexander Stadler (2079) und Fide-Meister Martin Riediger (2148) nach 14 Zügen wegen dreimaliger Stellungswiederholung remis. Im hinteren Paarkreuz sorgte Andreas Klinge (1794) mit einem Sieg über Lev Li (1601) für den entscheidenden vierten Punkt.
Vilshofen kämpfte sich jedoch wieder heran: Gerhard Schönbuchner (1736) bezwang Klaus Wiedmann (1932). Hans-Jürgen Lichtmannecker (1626) musste sich gegen Valentin Huber (1553) geschlagen geben, nachdem er glaubte, eine Figur zu verlieren.
An Brett zwei endete das Duell zwischen Ludwig Eineder (1790) und Fide-Meister Patrick Bensch (2087) unentschieden. Bensch gewann zwar in der Eröffnung einen gesunden Bauern, sein Gegner verteidigte sich zäh und hatte zum Schluss eine Gewinnstellung, übersah jedoch den studienartigen Schlüsselzug und gab Dauerschach zum Endstand von 4,5:3,5. Nächstes Mal geht es zu Hause gegen Deggendorf II, das punkt- und brettpunktgleich mit den Rottalern an der Tabellenspitze steht.
Das Team präsentierte sich geschlossen und konzentriert. Das Zusammenspiel funktionierte über weite Strecken gut, und auch in kritischen Momenten bewahrten die Spieler Ruhe. Besonders die engen Duelle sorgten für Spannung – und am Ende durfte die Mannschaft den verdienten Erfolg für sich verbuchen.
Blick nach vorn
Mit diesem Auswärtserfolg verbessert sich der SC Rottal-Inn I in der Tabelle weiter und unterstreicht seine Ambitionen auf einen Platz in der oberen Tabellenhälfte. In der kommenden Runde wartet nun ein weiteres Schlüsselduell, in dem die Mannschaft den positiven Lauf fortsetzen will. Die Rottaler erwarten am 16. November den Mitkonkurrenten Deggendorf auf heimischen Brettern. „Die Form stimmt – wenn wir weiter so geschlossen auftreten, ist alles möglich“, lautet das Fazit aus dem Rottaler Lager.
In der zweiten Runde der Bezirksliga Ost musste die zweite Mannschaft des SC Rottal-Inn eine deutliche 1,5:6,5-Niederlage gegen den SC Sonnen hinnehmen. Die Gäste waren an fast allen Brettern nominell stärker besetzt und setzten sich letztlich klar durch. Die Rottaler Denksportler schafften lediglich drei Punkteteilungen.
Am Spitzenbrett unterlag Ernst Putz (1771) gegen Alois Löffler (1929), ebenso musste sich an Brett zwei Georg Putz (1586) Josef Raitner (1685) geschlagen geben. Auch an Brett drei hatte Andreas Erhardsberger (1433) gegen Michael Angerer (1751) das Nachsehen.
Einen halben Punkt steuerte Konrad Maier (1457) bei, der sich an Brett vier gegen Franz Fuchs (1702) ein Remis erkämpfte. Ebenfalls stark kämpfte Eva-Maria Kainz (1435), musste sich jedoch Emanuel Panholzer (1629) geschlagen geben.
An den hinteren Brettern war die Dominanz der Gäste ebenfalls spürbar: Werner Decker (1272) verlor gegen Dieter Angerer (1549), während Maximilian Hausleitner (1264) und Jakob Schäfer (1184) mit beherztem Spiel jeweils ein Remis gegen Rudolf Raab (1329) und Christian Pilsl erreichten.
Damit endete der Mannschaftskampf mit 1,5:6,5 aus Sicht von Rottal-Inn II – ein bitteres Ergebnis, das die Stärke der Liga eindrucksvoll widerspiegelt.
Bildtext:
Einen starken Einstand in die Saison zeigte Karl-Heinz Jergler, der an Brett vier beide Partien für den Schachclub Rottal-Inn gewann. (Foto: König)
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